Das gibts doch nicht oder doch?

Seid meinem letzten Eintrag vergange Woche Sonntag habe ich es geschafft jeden Tag meine Vereinbarung mit mir einzuhalten und mich zu bewegen. Ich bin unsagbar stolz auf mich selbst. Das heißt 9 Tage hintereinander habe ich mich mehr bewegt und war auf dem Fahrradergometer. …und das Tolle daran war, ich wollte es selbst, obwohl die Vereinbarung mit mir dahinterstand.

Ich hatte die ganze letzte Wochen irgendwie mehr Energie. Es fühlte sich gut an. Letzte Woche Montag habe ich als ich aus der Praxis nach in meiner  Wohnung ankam, erstmal  ich meine Tasche auf Seite gestellt und bin direkt ohne etwas anderes zu machen auf den Fahrradergometer gestiegen. Klar gabe es Widerstand. Ich habe einfach nicht darauf gehört, die inneren Stimmen sogar weitestgehend ignoriert. Hab mich auf den Fahrradergometer gesetzt, ersteinmal ein bisschen geatmet und dann in die Pedale getreten. Sogar noch viel mehr als am Tag zuvor. Immer wenn die Angst vor Schmerz kam, versuchte ich im Körper zu erspüren, was die Bewegung genoss. Oh man, es waren so viele Stellen die die Bewegung genossen.  Dadurch das ich den Genuss spüren konnte und nicht mehr die Angst vor Schmerzen im absoluten Vordergrund stand, war es soooooo viel leichter jeden Tag meiner „Verpflichtung“ nachzukommen. Interessanterweise, ploppte schon nach dem 4 Tag eine Art Hoffnung auf,  es doch noch zu schaffen. Was zu schaffen? Ich glaube alles, was ich schaffen will.

Am Donnerstag hatte ich soviel Stress im Job und konnte innerlich überhaupt nicht runterfahren und am Nachmittag spürte ich, wie ich wieder krank wurde. Ich bekam Halsschmerzen und starke Gliederschmerzen. und ich besorgte mir wieder mal eine Flasche Meditonsin. Ich nahm es wieder regelmässig und eine Stunde vor Feierabend war ich so erledigt, dass ich mich nur noch nach Schlaf und absoluter Ruhe sehnte. Ich war so erledigt, dass ich nicht in meine Wohnung gehen konnte und setzte mich noch eine Weile vor die Haustür auf den Stuhl. Dort begann ich irgendwann Übungen für  den Rücken zu machen und habe mehr und mehr jedes Körperteil mit einbezogen und hatte am Ende mindestens 15-20 Minuten die Gymnastik gemacht, die mir die Physiotherapeutin gezeigt hat. Danach war ich frischer als zuvor und als ich in der Wohnung ankam, gab es in m ir einen inneren Antreiber, der unbedingt wollte, dass ich noch auf den Fahrradergometer gehe. Ich schaffte es aber nicht und ging postwendend mit schlechtem Gewissen auf die Couch und schlief auch umgehend ein. Nachts so gegen 3 Uhr wurde ich wach und nachdem ich kurz im Bad war, überkam mich der Wunsch auf den Ergometer zu steigen und mich zu bewegen. Ich dachte, dass das ja wohl garnicht geht. Ich spürte in meinen Körper hinein und tatsächlich hatte ich den Wunsch mich zu bewegen. Der Antreiber war verschwunden und es war mein Wunsch?! Ähm – nicht wirklich ich oder doch? Ich setzte mich drauf und trat in die Pedale, voller Schwung und Energie. Ich überlegte noch, ob ich anschließend wohl zuviel Energie haben würde um weiterzuschlafen zu können. Man ich mach mir aber auch Gedanken. Ich trat so lange in die Pedale wie ich wollte und legte mich dann hin und schlief sofort wieder ein. Freitagmorgen, ich war wirklich schon wieder krank, stand ich relativ früh auf und auf dem Weg ins Bad machte ich noch einen Abstecher auf den Fahrradergometer. Ich weiß ich weiß , hört sich wirklich nicht nach mir an, aber es war genauso. Dachte schon wieder darüber nach, ob ich das wohl machen sollte, jetzt wo ich schon wieder krank bin. Die Bronchien brannten und ich hatte Halsschmerzen, ob da Bewegung wohl eher schädlich ist als das sie guttut? Ich entschied es trotz  Erkrankung zu riskieren, und das wie sich später rausstellte, sogar noch mehrmals an dem Tag.  Ich lief ja keinen Marathon oder überanstrengte mich auch sonst nicht. Meinen Knien geht es gut und meinem Körper auch. Die Bewegung tat mir gut. Ich kann spüren, wie mein Körper sich bewegen will. Es tut im gut. Meine Erkältung ist noch da, aber so minimal wie schon eeeewig nicht mehr. Ich weiß schon garnicht mehr, wann ich das letzte Mal einfach mal nur ein bisschen erkältet war. Vielleicht liegt es auch mit daran das ich mich bewegt habe, weil ich es wollte und nicht weil ich es musste. Vielleicht mag es mein Körper sich zu bewegen und kam mit den Viren oder Bakterien besser klar als sonst. Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass mir die Bewegung der letzten 9 Tage richtig gut tun.

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Bewegung

Eigentlich hoffe ich die ganze Zeit, dass die Bewegung irgendwann aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist – so sehr ist sie Bestandteil meines Lebens. Ich möchte eigentlich, dass dies einfach so geschieht. Ich grinse grad, weil ich dies schreiben. Klar alles soll wieder alleine geschehen. Bloss nichts dafür tun. Schätzchen, so geht es aber nicht!

Meine Freundin Candida sagte mir heute, dass die meisten Menschen im Vorfeld keine Lust auf Sport haben und im Kopf tausende von Gründen aufgeführt werden sich nicht zu bewegen. Selbst bei ihr ist es so , obwohl sie  aus dem Profisport kommt. Sie liebt und genießt die Bewegung während sie Bewegung als Sportprogramm durchführt. In mir denkt alles immer nur an den Kraftaufwand und wie schwer es sich anfühlt und mit wieviel Schmerz in den Knien es verbunden ist. Sie empfahl mir mit einer sogenannten inneren Taschenlampe weg von den schmerzenden Beinen und Knien, hin zu dem restlichen Körper und zu fühlen  und zu schauen, ob es irgendeine Stelle gibt die die Bewegung toll findet und keinen Schmerz empfindet.

Gesagt getan, Ich setzte mich auf den Fahrradergometer und auf dem Weg dahin und rauf, war totaler Widerstand da. Ein innerliche Gepläre und Aufruhr. Als ich draufsaß eine Stimme ich kann das nicht und ich will das auch nicht. Ich fühlte in den Körper hinein und es tauchten Bilder auf. Ich sah vor meinem geistigen Auge wie ich draussen Fahrradfahre mit so viel Leichtigkeit. Ich erzählte meiner Freundin heute Nachmittag das ich es wert sein will, soviele Dinge zu können, wie spazieren gehen und Rad fahren, Walken etc. Sie sagte, dass ich nicht die Frage in die Zukunft stellen solle sondern die Frage im Hier und Jetzt halten soll, sonst wäre es nicht motivierend genug um sich zu bewegen. Ich solle mich fragen, ob ich es wert sei  mich jetzt zu bewegen. Als ich so auf dem Fahrradergometer saß und mit meiner Unfähigkeit haderte und mit der Angst vor Knieschmerzen und dem ganzen Widerstand in mir, schloss ich eine ganze Weile die Augen und atmete einfach nur. Bin ich es wert mich jetzt zu bewegen? Weiterhin Widerstand. Ich saß und atmete, dann begann sich mein Körper fast selbstständig zu bewegen. Er will sich bewegen, soviel ist mal klar. Ich trat ein paar Mal kräftig in die Pedale und stieg wieder ab. Während ich draufsaß auf dem Rad, konnte ich nicht in mich reinfühlen, ob es etwas in mir gibt dem die Bewegung gefällt. Jetzt wo ich hier wieder sitze und schreibe sehr wohl. Meine Lust auf mehr Bewegung ist da. Es ist als hätte ich dem Körper den kleinen Finger gereicht und er greift beherzt zu. Was fühlt sich gut an? Mmmmh mal fühlen.

Der Brustraum fühlt sich befreiter an, die Lungen habe sich mehr ausgedehnt. Der ganze Knochenteil hat eine andere Art der Bewegung durchgeführt und ich kann spüren, wie die Arme, die Hüften, die Wirbelsäule und ein ganzer Teil der Muskulatur beansprucht wurde. …und es gefällt dem Körper und mir. Es hat ein kleines Bisschen im Knie gezogen, aber ich habe keine Schmerzen. Der Körper fühlt sich sogar ein bisschen frischer an. In etwa so, wie wenn man nach dem Zähneputzen endlich den schahlen Geschmack los ist.

Geneen Roth sagt in ihrem Seminar, dass es wichtig ist sich eine Sportart oder eine Bewegungsart auszusuchen, die man während der Bewegung und die Gefühle hinterher gerne mag. Sie beschreibt genau, wie meine Freundin, dass viele Menschen im Vorfeld der Bewegung nicht sehr motiviert sind. Sie sagt auch, dass es wichtig ist eine Verpflichtung mit sich selber einzugehen. Dies sagt mir meine Freundin auch schon seid mehreren Monaten. Diese Verpflichtung ist meine Freundin mit sich auch eingegangen und macht egal was dazwischenkommt, alles um dieser Verpflichtung nachzukommen. Sie hat es in den letzten paar Monaten geschafft, vom gehen über walken hin zu einer halben Stunde Joggen. Ich beneide sie wie verrückt um diese Erfahrung.

Allerdings bei dem Wort Verpflichtung dreht sich mir schon der Magen um. Viel zu viel musste ich früher alles mögliche an Bewegung machen und hatte keine Wahl und keine Entscheidungsfreiheit. Dann habe ich viel zu viel Sport gemacht ohne das ich es je gemocht habe. Immer sollte der Sport und Bewegung einen Zweck erfüllen und immer ein fernes Ziel greifbar machen. Meine Freundin fragte mich heute, ob ich immer noch keine Wahl und Entscheidungsfreiheit habe. Es ist nicht so wie früher, heute kann ich frei entscheiden und habe eine Wahl. Die inneren Anteile in mir, die immer wieder unter einer Art Zwang und Nötigung Sport und Bewegungen ausgeführt haben, sind die mit dem inneren Widerstand. Irgendwie kindliche Anteile, die rebellieren. Sie rebellieren immer noch, sobald etwas in Richtung Bewegung geht. Aber es gibt auch erwachsene Anteile, die sich durch aus bewegen wollen und den Genuss daraus sicher schnell erkennen, so wie gerade nachdem ich vom Rad abgestiegen bin. Ich glaube ich muss mich noch eine ganze Weile daran erinnern, dass es diesmal kein Zwang mehr ist ohne Entscheidungsfreiheit sondern eine Entscheidung  hin zu mehr Optionen im Leben und Freunde und Sehnsuchterfüllung.

Ok Ok – ich füge meiner Challange etwas Neues hinzu. Es ist an der Zeit, ich muss endlich handeln. Ich verpflichte mich, jeden Tag Bewegungen durchzuführen. Ich werde diese Bewegungen so lange durchführen, bis ich sie problemlos durchführen kann, bevor ich den nächsten Schritt gehe. Egal wieviel Stress oder Sonstiges  oder Widerstände gerade das sind , ich werde der Verpflichtung nachkommen. Für mich für mein Leben und für meinen Traum wieder richtig laufen und mich bewegen zu können. 

 

Oh nein…

Heute habe ich bemerkt, dass ich endlich handeln muss, wenn ich mir selber zeigen möchte, dass ich kostbar bin.

Egal wie sehr mich der Tag erschöpft und ausgelaugt hat. Heute habe ich nur bis Mittag gearbeitet, war aber so erledigt als hätte ich rund um die Uhr gearbeitet. Ich habe mir etwas zu essen bestellt. Ein Dönersandwich mit jede Menge Salat. Danach habe ich einfach mal eben so drei Stunden geschlafen. Jeder Muskel schmerzte und ich wollte einfach nur mal wieder entspannt sein. Ich dachte das sei das richtige gewesen. War es auch, weil ich so erledigt war. …aber ich merkte ich brauche mehr.

Ich gebs zu – ich drücke mich seid Mooooonaten um die Bewegung drumherum. Gestern sprach ich mit einer neuen Freundin. Sie ist Ärztin. Ich erzählte ihr von meiner Angst, dass wenn ich mich bewege, wieder etwas in mir kaputt geht. Etwas wieder bricht oder zerreisst. Seid dem Fussbruch habe ich fortwährend Angst etwas zerbricht wieder… oder tut so unglaublich weh, wie meine Knie. Meine Freundin Candida hat mir schon so oft gesagt, dass die Bewegung wichtig ist und das es besser ist sich zu bewegen, als es nicht zu tun. Mein Kopf denkt dies auch – aber mein Gefühl ist anders, mein Gefühl ist angstgesteuert. Natürlich will ich nicht angst gesteuert sein. Dabei bin ich es – in diesem Punkt mit der Bewegung ganz besonders.

Dabei weiß ich ganz genau, der Held ist ein Held, weil er trotz der Angst weitergeht und nicht weil sich von der Angst ablenken und abhalten lässt. Meine neue Freundin und auch Candida habe mir beide versprochen, dass es möglich ist wieder beweglich zu sein und Kraft aufzubauen. Es ist ja  nicht so als wenn ich das nicht wüsste, so oft habe ich mir die Beweglichkeit und körperliche Kraft und Ausdauer schon zurückgeholt. Diesmal traue ich es mir nicht zu. Es gibt viele Momente, da bewege ich mich, aber sobald es mir nicht gutgeht, so wie heute, schaffe ich es einfach nicht. Schrecklich aber wahr. Ich krieg mich einfach nicht motiviert. Bewegungsimpulse sind zu hauf da, ab ich traue mich nicht. Gestern Abend war ich auf dem Fahrradergometer und auf dem Boden. Heute hab ich es wieder nicht geschafft.

Einerseits habe ich mich früher sehr gerne bewegt, anderseits „musste“ ich dauernd irgendetwas tun, was mich angewidert und genervt hat, so das es mich selbst heute noch einholt und Bewegung ein Muss ist oder es sich zumindest so anfühlt. Sobald Bewegung auf einer Todo-Liste steht kriege ich die Krise. Jeder Sporttrainer sagte mir, dass irgendwann die Bewegung anfängt Spaß zu machen. Spaß hat mir Bewegung nie wirklich gemacht. Das heißt doch… vor einigen Jahren habe ich mir in einer Reha-Maßnahme – spazierengehen erobert. Ich schaffte es innerhalb von 8 Wochen 2 Stunden spazieren zu gehen. Damals taten mir allerdings die Knie noch nicht so weh. Naja gut, ich war zwar  vom Gewicht her mehr als jetzt, aber damals war ich ziemlich dissoziert und habe nichts gefühlt und so konnte ich besser „funktionieren“, weil ich mich nicht richtig gefühlt habe. Ich fühle nun wieder alles und das macht es so schwer. Ich kann nicht einfach mal so wieder nur „funktionieren“. Es ist natürlich einerseits besser alles zu fühlen – aber es macht es auch schwerer, weil ich halt den gesamten Schmerz und die Schwere etc. deutlich spüre. Dadurch auch die Angst vor Schmerzen.

Dabei weiß ich das es mir guttut mich zu bewegen. Jetzt ist es schon kurz nach 23 Uhr und ich will einfach nur meine Ruhe haben. Was würde ich tun, wenn ich das Kostbarste wäre? Ich würde es gerade dann machen, wenn ich es brauche und wenn die Bewegungsimpulse übermächtig werden. … so wie heute und wie auch jetzt gerade

Selbstwirksamkeit

Absturz nach der Partystimmung. Als ich meinen letzten Eintrag geschrieben habe ging es mir unglaublich gut. Ich freute mich auf und über meinen Urlaub. Am nächsten Tag kam mein Neffe und meine Nichte und beide übernachteten bei mir. Es war ein unglaublich schönes Wochenende. Direkt danach wurde ich krank und hatte den gesamten Urlaub über (mit der Ausnahme von drei Tagen) Bronchitis. Der Urlaub futsch, keinerlei Erholungswert.  Vergangenen Montag fing ich wieder an zu arbeiten und die Woche über der absolute Megastress im Job. Ich und meine Kollegen waren schon am ersten Tag vollkommen erledigt und genervt. Ein absolutes zu VIEL an allem

Am Donnerstag hatte ich das erste Mal seid Ewigkeiten viel zu viele Süssigkeiten gegessen. Ich stand so unter Druck und mir blieb nur als Ressource das Essen. Ich konnte kaum fassen wie schlecht ich mich fühlte. Schon Mittags brach ich im Job in Tränen aus und. Ich schrieb meiner Freundin wie schlecht es mir ging und spät Abends telefonierten wir noch. Sie sagte mir, dass ich mich über einige Dinge endlich informieren müsse und nun vor der Entscheidung stehe wie ich mit allem weitermachen will und was ich wirklich will.Diese Frage beschäftigte mich den ganzen Freitag ….und zum Schluss das vergangene Wochenende noch mit Migräne verbracht.

Gestern Nachmittag erst Katerstimmung und dann absolute Kreativität. In mir fließen Ideen. Es steht gerade ein neues Großprojekt an, von dem ich Euch sicher bald erzählen werde. Im Moment sammel ich alle Ideen und schreibe auf, was meine innere Stimme mir rät. Ich sehe vor meinem geistigen Auge Bilder aufsteigen. Aufträumen nennt man es auch. Es steigen Bilder auf und Gefühle entstehen damit gleichzeitig. Das erste Mal seid Jahren, habe ich das Gefühl,  dass ich das bin, was ich kann – und was ich kann bin ich. Es ist spürbar. Die Ideen ploppen nur so hoch in mir und ich spüre die Lebendigkeit in mir. Die Gefühle des vergangenen Donnerstags und die damit verbundene Süssigkeitenfressattacke haben mir gezeigt und mich fühlen lassen, wie ich mich früher gefühlt habe und wie es mir ergangen ist. So möchte ich mich nicht mehr fühlen.  Also ist es jetzt endlich so weit. Es ist soweit, meine Träume zu leben und meine Sehnsüchte zu erfühlen. Ich freue mich und fühle mich lebendig. Das fühlt sich richtig gut an. Ja es gibt jede Menge zu tun und ich freue mich darauf. Ja, es ich auch Angst dabei, aber inzwischen glaube ich das ich viele alte Verhaltensmuster inzwischen nur noch denke, aber nicht mehr fühle. Wenn ich fühle, fühle ich Zuversicht und Lebendigkeit. Wenn ich denke, denke ich Unsicherheit und Angst. Aufgeregt sein darf sein. Bilder rauschen vor meinem inneren Auge nur so vorbei. Meine Freundin fragte mich gestern, ob das alles so in Ordnung ist, wie es jetzt gerade abläuft. Ja es ist in Ordung – die Geschwindigkeit in mir ist rasant. Gut der Körper kann bei dieser Geschwindigkeit noch nicht mithalten. Aber ein Traktor ruckelt auch erstmal vor sich hin beim Starten, aber wehe er nimmt Fahrt auf, dann geht die Post ab. Ich glaube das was gerade passiert nennt man Selbstwirksamkeit. Das Herz, der Verstand und er Wille, wollen alle das Gleiche und … ach endlich geht es los. 

Ach übrigens, meine Challange mit mir Selber geht natürlich weiter und das oben geschriebene gehört auch irgendwie mit dazu. Der verloren gegangene Krankheitsmonat wird hinten drangehangen.

Partytime

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Ach wie schön – Sommerferien in NRW und in unserer Praxis. Vier herrlich lange Wochen Urlaub. Ich liebe es so lange frei zu haben. Keine Arbeit – vollkommen selbstbestimmt…

Ich habe mir vorgenommen, da ich mich ja noch mitten in meiner Challenge befinde, die freie Zeit hier wie eine Kur anzugehen. Kein Essen bestellen, alles frisch kochen, guten Schlaf, mich täglich bewegen und viel draussen sein… und absolutes Stressverbot… und meine Kreativität ausleben.

Ich bin heute so stolz auf mich. Ich habe das erste Mal einen ruhigen letzten Arbeitstag vor so einem langen Urlaub gehabt. Ich war perfekt vorbereitet. Die Dinge die ich heute noch erledigen wollte, waren schon um 11 Uhr erledigt. Ich tanzte heute morgen schon hinter der Rezeption einen Freudentanz mit meinem Bürostuhl. Ich hatte solche Hummeln im Hintern. Ich konnte einfach nicht ruhig sitzen bleiben und bewegte  die ganze Zeit meinen Körper nach meinem inneren Rythmus. Ach war das schöööön. Meine Kolleginnen bekamen mich immer wieder mit und sie amüsierten sich über mich und ich spürte wie schön es ist auch mal die Freude richtig zum Ausdruck zu bringen. So einen schönen letzten Arbeitstag hatte ich noch nie.

Ich liebe solche Gefühle. In mir drin tanzt alles. Es dreht sich und dreht sich und dreht sich, wie ein Ballerina auf den Fußspitzen. Oh habe ich das lange nicht mehr gespürt. Es ist so schön.

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Bloss nicht auffallen…

en letzten zwei Tagen ist mir etwas aufgefallen, aber registriert habe ich es erst vor einem Augenblick. Ich musste schmunzeln und stutzte gleichzeitig.

Vorgestern rief ich am späten Vormittag einen Patienten an. Ich erreichte ihn nicht und legte wieder auf, aber kaum das ich den Hörer wieder abgelegt hatte, klingelte das Telefon und der Mann war dran. Ich meldete mich und direkt sagte der Mann, dass ich wohl nicht wollte, dass er zum Duschen käme, weil ich ihn mit meinem Anruf daran gehindert hätte. Wir lachten beide und besprachen, was es zu besprechen gab und beendeten das Telefonat. Etwa anderthalb Stunden später rief dieser Mann erneut an und sagte mir, was ich wohl von ihm denke, wenn er erst so spät duscht und überhaupt…aber er ginge morgens mit dem Hund raus und dann noch laufen und hätte noch im Garten gearbeitet…und ich antwortete ihm, dass alles gut sei und er doch machen könnte, wann und was immer er will…und das er sich keine Sorgen mache soll, ich hätte mir überhaupt nichts dabei gedacht, was auch stimmte. Ich konnte ihn beruhigen und wir beendeten das Telefonat. Ich war baff, dass er sich solche Sorgen macht, wie er wirkt und was man über ihn denken würde. Dabei mache ich es eigentlich auch so… vom Prinzip her nichts anderes. Den ganzen Tag denke ich darüber nach, bloss nicht aufzufallen. Bloss nicht auffallen, damit auch ja niemand meine Krücken und mein Fett sieht. Ich nehme mich zurück, gehe erst durch einen Raum, wenn ich mich unbeobachtet fühle und kann endlos etc. etc. etc. aufführen. Bloss nichts Doofes sagen. Ich muss unauffällig sein um jeden Preis.

Gestern hatte ich, wie gestern geschrieben, den Termin beim Frauenarzt gemacht und hatte das Gefühl, dass ich mich schonmal ankündigen müsste mit dem was ich bin. Ich erklärte meine Situation, warum ich lange nicht da war. Als  mir ein Termin Mittags angeboten wurde, bat ich um einen früheren Termin, für den Fall, dass es heiß sein würde und ich sei stark übergewichtig und käme mit Krücken, all das floss im Gespräch mit ein. Irgendwann sagte die Helferin, dass ich mir nicht soviele Sorgen machen solle, in der Praxis würde niemand darauf achten, ob jemand übergewichtig sein oder mit Krücken käme. Das wäre bei uns in der Praxis doch sicher nicht anders. Ich bestätigte, dass es bei uns in der Praxis auch egal ist, wie jemand ist. Wir machen unsern Job. Sie würde mich zum Termin erwarten, waren dann noch die letzten Worte.  Ich war sehr dankbar für ihre Art.

Es ist eigentlich vollkommen überflüssig mich anzumelden oder besser gesagt, die Menschen auf mich vorzubereiten oder sie vorzuwarnen. Aber wenn ich es nicht tue, dann habe ich so eine Angst davor, sichtbar zu sein. Dabei bin ich immer sichtbar. Ich arbeite in aller Öffentlichkeit. Ich bin dick und war in mehreren Fernsehsendungen. Ich kann  es gar nicht verhindern sichtbar zu sein. Ich halte oft die Luft an, wenn ich neue Leute kennenlerne oder wie jetzt eine neue Ärztin aufsuche, die in meine Frauenarztpraxis arbeitet. Mit dem Luftanhalten, verbinde ich ein „mich dünne machen/ unaufällig machen. Dabei bin ich einfach nur was ich bin. Jetzt schmunzel ich nicht mehr, jetzt gerade  bin ich geschockt von meiner eigenen Vorgehensweise. 

Arzttermin und ich bin friedlich in mir

Heute Morgen und eigentlich auch schon während der Nacht merkte ich ,dass ich mal wieder zum Gynäkologen muss. Es ist bestimmt 10, 11 und vielleicht auch 12 Jahre her, dass ich das letzte mal beim Frauenarzt war. Das letzte Mal war so schlimm, dass ich erstmal genug davon hatte.

Ich hatte eine so schwere Blutung, dass ich fast verblutet wäre und nach einer heftigen Nacht und schrecklich nervigem Frauenarztbesuch anschließend ins Krankenhaus kam und eine Notoperation mit Aussschabung gemacht bekam. Ich weiß noch wie fertig ich war. Nachdem die Anästhesistin damals bei mir war, war mir ganz klar, dass ich den Eingriff nicht überleben würde. Starkes Übergewicht, massiver Blutverlust und dann noch Vollnarkose. Mir war klar, das wars. Das würde ich nicht überleben. …und ich war froh, dass es vorbei sein würde. Ich hatte kein bisschen Angst vor der OP. Auf dem Weg in den OP war ich vollkommen entspannt bezüglich des Eingriffs, meine einzige Sorge war, dass ich kein Testament gemacht und mich von niemanden verabschiedet hatte. Ansonsten war ich vollkommen ruhig und ließ alles über mich ergehen. Als die Narkose zu wirken begann, dachte ich nur das es gleich vorbei sein würde.

Dann kam der Moment in dem ich in dem Zimmer erwachte und eine Krankenschwester mich begrüsste und sagte “ wie schön, dass sie wieder bei uns sind“. Ichfing sofort an zu weinen, ich hasste es überlebt zu haben und war vollkommen verzweifelt. Ich weinte und gefühlt habe ich erst Monate danach damit aufgehört. Rückblickend würde ich sagen, ich war depressiv. Ich hatte mir so gewünscht, das dieses Leben endlich ein Ende hatte und hatte den Eingriff überlebt. Es dauerte über ein halbes Jahr, bis ich mich damit arrangieren und  akzeptieren konnte, dass ich es überlebt habe. Danach fing ich auf allen Ebenen an für mich zu kämpfen. Wenn ich schon lebte, dann aber richtig. Ich habe nach dem Eingriff noch meine Nachuntersuchungen machen lassen, aber war seiddem nicht mehr beim Frauenarzt. Ich schob es immer auf und verdrängte es massiv. Heute vormittag war mich klar, dass ich endlich einen Temin machen wollte und rief bei meiner Frauenärztin an und machte einen Termin. Die Helferin war sehr sehr nett und machte mir Mut. Ich erklärte ihr, was mich daran gehindert hat so lange vorbei zu kommen und sie konnte es glaube ich nachvollziehen.  In drei Wochen ist auch schon der Termin. Kaum das ich den Termin in meine Tasche gelegt hatte bekam ich massive Magendarmprobleme. Wow, danach konnte ich nur noch weinen. Ich merkte, wie sehr mich die Erfahrung damals traumatisiert hat. Es ist noch ein bisschen Traurigkeit da, aber ich spüre auch wie wichtig es ist, den Kopf aus dem Sand gezogen zu haben. Es ist wichtig, dass ich den Termin gemacht habe. Ich bin es wert. Ich bin kostbar genug, dass ich  den Arzttermin gemacht habe. Es ist Zeit. …es brauchte aber auch die Zeit. Vorher wäre ein Temin nur mit Druck machbar gewesen und jetzt mit Selbstachtung.

Zurück gezogen

Für Freitag hatte ich eine Einladung erhalten um bei der  Abschiedsfeier von meinem Neffen im Kindergarten dabei zu sein. Ich wollte sogerne dabei sein, so gerne. Was hielt mich davon ab? Mein Körper. Es war so unglaublich heiß und schwül hier und ich hatte trotz Schmerzmittel massive Knieschmerzen. Wenn ich zu der Abschiedsfeier gegangen wäre, dann hätte ich einen Hügel hinaufgehen müssen und ich hätte geschwitzt wie irre und dann die Knieschmerzen und dann auch noch die ganze Scham mit meine Körper – allein der Gedanke daran und ich war schon erschöpft wie sonst was. Ich rief meine Freundin an und erzählte ihr davon und sie fragte mich, was ich tun würde, wenn ich das Kostbarste sei. Anfangs war die Antwort nicht ganz klar, aber dann kristalliersierte sie sich mehr und mehr raus. Wenn ich das Kostbarste wäre, dann würde ich mich nicht hinquälen, sondern nicht hingehen, weil ich mich körperlich sonst völlig verausgabt, überfordert und überstrapaziert hätte. Also blieb ich zu Hause. Wieder mal. Wiedermal zurückgezogen von allem. Ich war so traurig, wie gerne  würde ich es können. Ich mag nicht, wenn ich etwas nicht kann. Wie gerne würde ich es können. Wie gerne. Wohin mit der Sehnsucht und den Träumen?

Wie kann ich mehr Freude und mehr Optionen im Leben bekommen ohne Kampf und Frust. Ich drücke mich um ein Thema ganz schön drumherum. Freitagabend hörte ich dann die Musik  bei dem Kölner Treff – das Lied was ich am Sonntag hier gepostet habe. Ich streamtes es und mein Körper bewegte sich einfach so. Ganz von alleine. Candida erzählte mal davon, was ihre Ausbilderin gesagt hat: “ Wenn ein Mensch aufhört zu tanzen, dann hört er auf zu leben.“ Meine Güte, ich weiß genau was sie meint mit der Aussage. Ich habe früher immer Musik gehört und gefühlt. Ich habe soviel dabei getanzt. … und auch jetzt ist es noch so, wenn ein Lied erklingt, bewegt sich mein Körper ganz von alleine. Er bewegt sich einfach im Rhythmus…und es kommt aus mir heraus. Was ist das kleinste, was ich tun kann um mehr Freude und Optionen im Leben zu bekommen? Mich bewegen, wann immer mein Körper es will.

Ich höre seid einer Stunde ein Lied, dass ich bei beim Streamen entdeckte. …und mein Körper bewegt sich. Wie habe ich neulich geschrieben, was gebe ich hinzu – eine Sache. Wenn ich mich dazu zwingen will, auf den Fahrradergometer zu gehen oder eine bestimmte Strecke zu laufen, merke ich einen Widerwillen. Das ist es nicht, viel zu hart. Was ist das Kleinste, was ich tun möchte an Bewegungseinheit? Ich werde jetzt mal in mich reinhören und schauen was da kommt. Wenn ich meinen Sehnsüchten folgen möchte, brauche ich grössere körperliche Belastbarkeit. Ich brauche mehr Muskelkraft. Die möchte ich mich mir zurückholen. Candida sagte mir aus ihrer Erfahrung heraus, dass sie wenn sie den Körper auch nur die kleinste Bewegungseinheit gibt, er mehr möchte. Ich schau mal, wie ich das empfinde – oh man ich möchte mich so gerne davor weiter drücken. Aber das ist absolut nicht liebevoll. Von alleine kommt nichts.

 

Hundert Jahre von Johannes Oerding

Dieses Lied habe ich am Freitag Abend das erstemal im Kölner Treff gehört. …seit gestern höre ich es immer wieder. Manchmal passiert es, dass ich ein Lied eine ganze Weile hören „muss“. Irgendwas wird dann so in mir angesprochen, dass ander Musik in diesem Zeitraum überhaupt nicht geht. Mich berührt es sehr. Der Rythmus bewegt mich innen, wie aussen – es erinnert mich und weckt Sehnsucht nach mehr und nach vergangenem. Mein Körper ist die ganze Zeit in Bewegung. Es geschieht mir einfach. Der Körper folgt dem Rhythmus. Ich liebe es total Musik nicht nur zu hören, sondern auch zu fühlen. 

Ich habe es bei Amazon gestream und die CD Version gefällt mir besser.

Die Liveversion aber auch bei Youtube

 

 

 

Nicht so gut…

Heute ging es nicht so gut. Ich hatte heute wenig Zeit für mich. Alles war laut und unruhig und viel zu heiß. Ausserdem machte sich heute Resignation breit. Ich hatte vor zwei Tagen ein Gespräch mit meiner Freundin Candida zu den Studien für ihre Abschlussarbeit. (Siehe Artikel ENTTÄUSCHT auf dem Tanzzumir Blog von ihr) Da es ihre Arbeit ist, werde ich hierzu nur erwähnen, dass es um Studien geht, die sich u. a. auch damit beschäftigen, wie es mit dem Abnehmen und dem Gewicht halten aussieht. Puh keine wirklich guten Aussichten, aus reiner Sicht der Studien betrachtet. Aber wir sind so viel mehr als Menschen, die rein nach Studien jeglicher Art betrachtet werden. Was wenn es mit dem Gewicht genauso ist, wie bei Frauen die unbedingt schwanger werden wollen, die wenn sie aufhören mit allen Mitteln schwanger werden und im Kopf endlich frei werden, dann vollkommen unverhofft schwanger werden. Was wenn das Prinzip auf alles passt? Was wenn Selbstakzeptanz, Selbstliebe und Selbstannahme da sind und der Kampf vorbei ist, der Körper automatisch weniger Essen braucht und sich auf eine Art selbstreguliert die noch vollkommen unvorstellbar ist? Ich habe doch bislang nur an den Stellschrauben versucht zu drehen, die wissenschaftlich untersucht wurden und zu denen irgendwelche Studien entstanden sind. Am Essen und Bewegung. …aber was ist mit den Dingen, die noch niemand erforscht hat, wie Emotionen auf den Körper auf jede Zelle wirken, wie die Seele und vielleicht auch geistige Dinge. Nur mal so in den Raum geworfen. Also wenn Studien sagen, dass das Gewicht zwar reduziert aber nicht dauerhaft gehalten werden kann, haben wir, die die Hoffnung haben irgendwann dünn zu sein, unsere Hoffnung irgendwie auf Treibsand gebaut. …aber ich weiß inzwischen, dass ich aber auch ganz schön vielen Leuten geglaubt habe, wenn sie mir von ihrem Konzept erzählt haben und mir habe ich nicht vertraut. Den sogenannten Profis habe ich irgendwie die Erlaubnis gegeben mir zu sagen, wie alles geht und dann – ja dann wird alles gut. In einem Apfel z. B. gibt es unglaublich viele Bestandteile, die noch nicht erforscht sind. Ich habe mal gehört, dass ein Apfel an die 140 unterschiedlichsten Bestandteile hat, etwa 10-15 Bestandteile sind erforscht und man weiß oder denkt das man weiß, wozu diese Bestandteile benötigt werden und was sie bewirken. Die anderen Bestandteile sind noch nicht mal erforscht und so ist es ja mit allen Lebensmittel und anderen Dingen auf der Welt ebenso. …aber es gibt Multivitaminpillen und -Präparate, die uns angeblich helfen sollen gesünder oder gesund zu werden. Auch dazu gibt es Unmengen an Studien. Die eine Studie beweist, das die Präparate benötigt werden, weil die Lebensmittel oft in Monokultur angebaut nicht mehr nähren können. Dann gibt es Studien die beweisen, das das Quatsch ist und unsere Lebensmittel durchaus nähren. Hilft es nun oder hilft es nichts, gibt es Geister oder gibt es keine. Es gibt sie nicht, die jeweils einzige wahrhaftige Antwort. Es gibt nur individuelle Antworten. Vertrage ich Milchprodukte oder vertrage ich sie nicht. Bin ich müde oder nicht. Tut mir dieses oder jenes gut oder nicht. Klar wurde mir z. B bei Sehnsucht und Hunger auch gesagt, ich soll mein eigener Experte werden, aber ich war manchmal überhaupt nicht in der Lage, zu wissen wie hätte eine Übung oder eine Lebenssituation  oder Essen z. B. für mich aussehen müssen, dass musste ich erst für mich lernen und war für den Moment damals noch nicht klar, jetzt aber sehr wohl. Es braucht seine Zeit sein eigener Experte zu werden. Es braucht ein stetiges Ausprobieren. Eine Freundin von mir ist Vegetarien. Als ich sie kennenlernte, war es für mich unvorstellbar jemals ohne Fleisch zu leben. Jetzt gibt es viel Tage in denen ich kein Fleisch essen mag. Ohne Zwang und ohne MUSS, einfach weil ich weiß, dass der Körper es gerade nicht möchte, dann ist es ganz leicht. Es gibt Tage, da weiß ich ganz genau was ich brauche und manchmal eben nicht. Heute war so ein Tag an dem ich trotz intensives hineinspüren nicht wusste, was das richtig Essen war und es war falsch. Jeder Tag, jeder Moment ist individuell und ich kann jeden Moment neu und individuell entscheiden.

Ich merke, dass ich jetzt wo ich all das aufgeschrieben habe, wieder an Zuversicht gewinne.

Denk nicht mehr über das Gewicht nach, hol dir dein Leben zurück‘. Von Jill Podjasek