Lebenslust sprüht…

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Das Bild zeigt mein neu gestaltetes Glasboard. Ich kann zwar gerade nicht ans Meer fahren, also habe ich mir das Gefühl des Meeres nach Hause geholt. Ein Teil meiner Aufräumaktion

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Gestern habe ich die Mittagspause draussen verbracht und es war so ein kalter Wind, aber ich konnte einfach nicht rein gehen, wie schön auch frieren sein kann. Nachdem ich seid Freitagmittag, wegen der grossen Hitze keinen Schritt mehr vor die Tür gemacht haben, brauchte ich gestern unbedingt die Mittagspause im Freien.

Ich genoss es zu frieren. Ich genoss es zu frieren, noch ein paar Wochen später und ich sage es nicht mehr so leicht. Naja gestern jeden falls kam die Lebenslust und die Lebensgeister voll und ganz zurück. Ich konnte richtig spüren, wie ausgebremst ich durch die Hitze bin. Es waren auch direkt jede Menge Impulse aktiv. Nach einem sehr langen Arbeitstag kam ich in meine sehr erfrischende Wohnung und ich hatte unbändige Lust auf aufräumen. Wirklich kein Muss, sondern ein Wille – eine Lust auf Aufräumen. Es tat unglaublich gut und ging mir fließend von der Hand. Ich war am Wochenende einfach nicht in der Lage aufzuräumen. Es tat so unglaublich gut wieder alles in Ordnung zu wissen.

Nachdem Putzen und Aufräumen hatte ich sogar noch Lust mich weiterzubewegen und machte noch ein paar Runden auf dem Fahrradergometer und ein paar Übungen auf dem Gymnastikball. Insgesamt nicht mehr als vielleicht 5 Minuten. Aber ausreichend um dem Bewegungsimpuls gefolgt zu sein und mehr als genug nach einem langen Arbeitstag.

Nachdem ich mir vor etwas 8 Wochen vorgenommen habe meinen Tempel zu heiligen, habe ich die ganzen Wochen dazu genutzt mich von Dingen zu trennen und Dinge zu gestalten und Dinge im Aussen in Ordnung zu bringen. Das hat mich unglaublich bereichert. Auf eine Art und Weise, die ich noch nicht ganz erklären kann, habe ich mehr Zeit für mich dadurch gefunden und habe mehr den Blick auf mich wenden können. Der Weg zu dem altindischen Tempel ist frei. Endlich. Es ist als, wenn das Chaos im Aussen mein Chaos im Innen spiegelte. Wenn ich von Chaos spreche, weiß ich das Andere meine Wohnung durchaus nicht als Chaos empfanden, aber für mich war es ein Chaos. Ich konnte einfach vorher nicht mehr unterscheiden, wo brauche ich eine bestimmte Ordnung und wo machte ich es nur, weil man es so macht. Ich habe bestimmt an die 50 Müllbeutel ausgemistet. Ich weiß nicht wo ich das alles her hatte, den bei mir stand nie viel rum und ein Messie war ich schon garnicht. Aber ich habe Sachen aussortiert aus denen ich entwachsen war und Sachen die ich einfach nicht mehr brauchte.

Am Wochenende hatte ich eine Art Angst, dass alles vorbei ist, wenn ich mal zwei Tage nicht aufräume. Da gabs so eine Stimme in mir, die mir das immer wieder versuchte einzureden. Gestern merkte ich dem ist nicht so.

Wenn ich jetzt in mich hineinfühle und fühle wie der altindische Tempel ist, dann spüre  ich der Weg zum Tempel ist frei, die Lianen halten den Tempel nicht mehr gefangen, die Affenhorde ist zwar noch da aber sie hält einen Abstand zu dem Menschen der da den Tempel renovieren, restaurieren will. Immer wieder kommen ein paar neugierige Affen und kreischen und machen Theater und klauen Werkzeug und Zeit und trotzdem ist der Restaurator anwesend und hat endlich anfangen können, dass Gebäude zu betrachten und zu schauen, was getan werden muss um den Tempel wieder herzurichten und damit erhalten zu können.

Daher kommen auch die ganzen Impulse in mir. Wenn ich den Impulsen folge, dann ist es eine erfüllte Zeit und ich bin zufrieden mit dem Tag und innerlich erfüllt. Ich werde jetzt noch ein paar Runden auf dem Ergometer drehen, bevor ich frühstücke und zur Arbeit muss.

Gerade sprühe ich nur so vor Lebenslust… und das Gefühl finde ich wunderschön … und ist mir nicht so sehr vertraut, aber daran könnte ich mich gewöhnen.

 

 

Hitze

Puh,oh man war das eine Hitze in der letzen Zeit. Ich bin hundemüde, in   den Nächten war an Schlaf kaum zu denken und Tagsüber konnte ich kaum wach bleiben, so sehr dämpft mich die Hitze ab. Ich habe eine Dachwohnung mit vielen Fenstern und hauptsächlich Jalousinen zum Abdunkeln.

Die Hitze macht mir extrem zu schaffen. Ich fühle mich dann immer wie in einem Dilierium. Hinzu kommt, dass mich das extrem helle Licht unglaublich stresst. Ich habmal gelesen, dass der Monat mit der höchsten Selbstmordrate der August ist, wegen der Hitze und dem grellen Licht. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Mich macht es auch ganz aggressiv, wenn ich dann keine Möglichkeit habe mich zurück zu ziehen. Wenn ich dann doch mal unterwegs bin bzw. sein muss, merke ich auch immer wieder wie aggressiv die Menschen dann sind.

Interessant fand ich gestern, sobald das erste Gewitter etwas Abkühlung brachte, konnte ich sofort Bewegungsimpulse wahrnehmen. Denen bin ich dann auch gefolgt. Es war sofort so, dass die Lebensgeister geweckt wurden.Ich habe unglaublich viel getrunken um es für mich so erträglicher zu machen. Ich bin dem ganzen Wochenende meinen Impulsen gefolgt. War ich müde, schlief ich und wollte ich Bewegung, machte ich dies ebenfalls und passte dies dem extrem langsamen Tempo an.

Was macht ihr, wenn es so heiß ist? Macht ihr dann was ihr und Euer Körper braucht? Passt ihr das Tempo der Hitze und dem Körperempfinden an? … oder macht ihr weiter als wenn es die Hitze nicht gibt und macht weiter mit Eurer To-do -Liste, Sport und sonsitgen Aktivitäten? Ich genieße jetzt erstmal, die kleine Abkühlung heute. Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Aprikosenkonfitüre mit Lavendel

  • 20160814_0855471,2 kg Aprikosen (1 kg entkerntes Obst)
  • 2 Biozitronen
  • 1 kg Zucker (kein Gelierzucker)
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten

Aprikosen waschen und entkernen und in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden. 3 EL geriebene Zitronenschale und Saft der beiden Zitronen sowie den Zucker zu den Aprikosen geben und alles vermischen.

Die Mischung ein paar Stunden stehen lassen, damit sich Saft bilden kann und die Aromen sich gut entwickeln können. Vor dem Kochen habe ich alles fein pürriert, wer gerne Stückchen in der Konfitüre hat, pürriert es nicht fein – sondern lässt noch Stückchen übrig. Die Fruchtmasse bei  mittlerer Hitze ca. 20 Minuten kochen lassen und dann eine Gelierprobe machen. Eventuell 5-10 Minuten weiter kochen.

Lavendel unterrühren und alles schnell in Gläser abfüllen. Gläser verschließen und für 5 Minuten auf den Kopfstellen, damit sich ein Vakuum bilden kann. Gläser wieder umdrehen und abkühlen lassen. Konfitüre sollte 1 Woche durchziehen.

Tipp: Beim kochen im Topf bildet sich Schaum. Der Schaum muss unbedingt abgeschöpft werden. Wenn der Schaum mit in die Gläser abgefüllt wird, ist in der Konfitüre zuviel Luft und dies kann dann zur Schimmelbildung führen.

Als ich das Ursprungsrezept im Internet entdeckte, konnte ich mir die Kombination von Aprikose, Zitrone und Lavendel gut vorstellen. Ich hatte allerdings die Befürchtung, dass wenn zuviel Lavendel in die Konfitüre kommt, diese wie Mottenkugeln schmeckt. Das Ursprungsrezept enthielt einen Esslöffel Lavendelblüten. Und nachdem eine Freundin erzählt hatte, dass sie auch schonmal Konfitüre mit Lavendel gemacht hatte und alles anschließend weggeworfen hat, war ich sehr vorsichtig mit dem Lavendel. Ich bin froh, dass ich die Menge deutlich reduziert habe. Ich finde der Lavendel hebt den Geschmack der Aprikosen hervor und alles schmeckt sehr fein. Anfangs war es für mich sonderbar auf eine Lavendelblüte zu beißen. Inzwischen ist sie meine Lieblingsaprikosenkonfitüre.

 

Bewegungsimpulse

Am vergangenen Mittwoch, kurz bevor meine Freundin in den Urlaub fuhr, besprachen wir, was wir in der Zeit ihres Urlaubs jeweils für uns tun wollten. Ich wollte eindeutig mehr für meine Beweglichkeit machen, daß heißt nicht, dass ich Bewegung für mich erzwingen will, aber dass heißt ich will meinen Bewegungsimpulsen folgen. Bewegungsimpulse sind ja im Körper teilweise intensiv massiv spürbar. Bewegung und Sport fühlt sich allerdings mitunter wie eine Strafe an. Ganz besonders schlimm fühlt sich Sport und Bewegung an, wenn ich es tun muss. Sport machen um beweglich zu werden, um abzunehmen oder wenn man von mir erwartet, dass ich dies oder jenes an Bewegung mache. Dann ist es für mich so schrecklich, dass ich heulen könnte vor Wut, dass ich mich schon wieder bewegen muss und wehe ich spüre hinterher auch noch Schmerzen oder Muskelbrennen oder Muskelkater, dann wird es beim nächsten Mal noch viel schlimmer. Ich bin dann immer ganz baff, wie endlos steigerbar, dieses Gefühl ist.

Aber wenn ich meinem Bewegungsimpuls folge, dann ist Bewegung pure Lebenslust und dann kann ich auch die Bewegung und das anschließende Körpergefühl genießen. Dann ist für mich auch spürbar, dass mein  Körper Bewegung will und braucht. Bei allen Sportprogrammen, die ich je gemacht habe, sagte man mir, dass die Freude an Bewegung schon irgendwann kommt. Interessanter Weise kam sie aber nie. Ich konnte mir zwar eine Beweglichkeit zurückholen, aber diese Beweglichkeit nicht genießen, sondern es kam immer wieder ein Gefühl von „es ist noch nicht gut genug – es reicht noch nicht“ oder „jetzt musst du noch mehr machen“. Die Anfänge sind immer ganz besonders mühselig gewesen, immer bis zur vollkommenen Erschöpfung. Oh – und bis der Körper sich endlich mehr bewegen ließ und dann musste alles noch mehr gesteigert werden.

Aber ich habe meinen Körper immer, wirklich immer wieder beweglicher bekommen. Das tollste war in meiner Rehazeit. Ich hatte die Rehazeit wegen meiner Essstörung und ich war für 8 Wochen in einer Klinik. Danach war ich in der Lage fast 2 Stunden ohne Probleme spazieren zu gehen und es war mir möglich problemlos vom Fußboden wieder aufzustehen. Für andere eine Selbstverständlichkeit für mich ein wahres Problem – vom Fussboden wieder aufzustehen. Dann habe ich an der Sporthochschule Köln Sport gemacht und hatte einen Personaltrainer. Alles an sich ganz toll. Ich war von mir aus immer hoch motiviert und habe mich ja auch selber immer dazu angemeldet und mich gekümmert. In den letzten 6 Jahren war ich aber immer wieder krank mit massiven Erschöpfungszuständen. Angefangen mit Pfeifferschem Drüsenfieber und als ich danach wieder meine körperliche Leistungsfähigkeit steigern wollte, war ich schon nicht mehr so motiviert und hatte während des halben Jahres der Krankheit so massive Erschöpfungszustände, dass ich Sport und Bewegung absolut wegließ. Das hieß ich fing schon wieder bei Minus Null an. Dann war ich nach 1 1/2 Jahren endlich wieder so fit um meinen Alltag bewältigen zu können. Wieder versuchte ich alles um beweglich zu werden. 2 Jahre nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber ein Burnout mit Muskelentzündungen am ganzen Körper. Schon wieder fiel alles ins Wasser. Ich wusste nicht, dass Erschöpfungszustände noch steigerbar waren, aber sie waren es. Als ich davon wieder genesen war und auch schon zeitgleich begann ich meinen Körper mehr und mehr zu spüren und was ganz besonders schlimm war, war die Erfahrung meinen Körper mit seinem ganzen Gewicht zu spüren und zu fühlen. Unerträglich. Diesen extrem schweren Körper bewegen zu müssen, eine einzige Horror. Als ich dann endlich im vorigen  Jahr begann meine Bewegungsimpulse zu spüren, brach ich meinen rechten Fuß und seit dem habe ich zwar Bewegungsimpulse aber massive Schmerzen. Körperlich geht es mir so schlecht wie nie. Jedes Aufstehen mit stechenden Schmerzen in den Knien verbunden. Alleine wenn ich zur Toilette muss bekomme ich schon fast die Krise, weil ich ja schon wieder aufstehen muss. Jeden Tag nehme ich Schmerzmittel. Ich benutze immer noch mindestens 1 Krücke beim Laufen und in der Wohnung bewege ich mich hauptsächlich auf einem Rollhocker. Mein Körper war im letzten Jahr 4 Monate komplett ohne Belastung und mein Fussbruch soll angeblich nicht so verheilt sein wie gewünscht. Ich habe dabei irgendwie jegliche Hoffnung verloren und mich seit dem nur noch als „Krüppel“ wahrgenommen. Ich hasse diesen Zustand so sehr, aber einem massiven „Muss“ will ich mich irgendwie nicht beugen und gleichzeitig weiß ich es muss was passieren. Ich bin nicht blöd und ich weiß genau was es braucht, aber das Gefühl lässt sich sich vom Verstand nicht überreden. Daher ist es so unglaublich wichtig, den Bewegungsimpulsen zu folgen. Die sind das was mich bewegen lässt und was mir Freude an Bewegung vermittelt. Gleichzeitig ist da die massive Angst vor den unglaublichen Schmerzen und ein Widerstand in mir, diese Schmerzen aushalten zu müssen und zu ertragen.

Meine Freundin erinnerte mich jeden Tag und fragte nach, ob ich meinen Bewegungsimpulsen nachgehen konnte. Ich brauchte gestern mehrere Anläufe, bis ich mich endlich auf den Fahrradergometer begab und drauf los strampelte. Ich spürte nicht einen einzigen Moment Schmerz, nicht das kleinste Bisschen Schmerz. Immer wenn ich sonst auf den Ergometer gehe, sind die ersten drei Umdrehungen bereits die Höhle.Ich meine wirklich die ersten drei Umdrehungen. Es fühlte sich dann immer an, als wenn man mir die Knie auseinander reisst. Gestern konnte ich so gut und viele Umdrehungen machen ohne Schmerz. Mir liefen die Tränen vor Rührung – ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal etwas gemacht habe und keinen Schmerz dabei verspürt habe. Wenn ich sonst vom Fahrradergometer komme, waren  meine Beine wackelig und ich konnte nicht mehr viel machen. Diesmal ging ich in den Keller, holte das Waschmittel vorab aus dem Auto. Immerhin fuhr ich es schon fast vier Wochen spazieren und traute mir mit meinen Knieschmerzen nie zu, es einfach nur so aus dem Auto zu holen und in den Keller zu bringen. Gestern tat ich es einfach so und stellt auch noch eine Waschmaschine an und als ich wieder hoch in meine Wohnung kam, ging ich nochmal auf den Fahrradergometer, einfach so. Ich bin den Impulsen gefolgt und es fühlte sich total leicht an. Ich konnte es kaum fassen. Heute hatte ich zwar ein bisschen Muskelkater, aber es belastete mich nicht. Ich bin begeistert.

In der letzten Nacht träumte ich sogar davon, einfach drauflos zu laufen ohne darüber nachzudenken. Einfach laufen. Wie oft beobachte ich Menschen dabei, wie selbstverständlich sie sich einfach bewegen. Als ich es selber auch noch konnte, aber ich es nicht als etwas besonderes wahrgenommen, aber jetzt sehe und bemerke ich die Einzigartigkeit und das Wunderbare an der Bewegungsfähigkeit. Ich sehne mich so unglaublich nach Fitness und Leichtigkeit, dass es mich alleine bei dem Gedanken daran fast zerreist. Wie oft wünschte ich, dass ich wie damals nach 8 Wochen Rehazeit einfach draufloslaufen kann.

Meine Freundin fragte mich vor einer Weile, wie ich es geschafft hätte. Ich erzählte ihr wie motiviert ich immer war und das ich aber jetzt zwar eine Art Motivation habe, aber keine Hoffnung mehr, jemals wieder Bewegung ohne Schmerz ausführen zu können. Dabei habe ich mir gestern bewiesen, dass es doch geht. Gestern war das erste Mal seid Jahren, Bewegung ohne Schmerz möglich. Dadurch spüre ich gerade so ein paar  Funken Hoffnung.

Melancholie

Nachdem ich heute Feierabend hatte, fiel ich in eine sehr melancholische Stimmung. Ich fühlte mich zutiefst berührbar und absolut einsam, verlassen und ungeliebt und auf eine seltsame Art und Weise innen unglaublich wund. Mein Gefühl, meine Gedanken und die äussere Realität waren auf scheinbar unendlich Weise miteinander verknüpft, wie eine Triangel verschweißt. So zumindest fühlte es sich an.

Ganz ganz tief in mir drin allerdings gibt es ein Wissen, dass, ja – unbeschreibbar ist und so zusagen unter den Worten liegt. Dieses Wissen weiß ganz genau, dass diese Emotion nicht die Wahrheit ist oder besser gesagt nicht mehr die Wahrheit ist. Dieses Wissen,  mit Sicherheit ein sehr weiser innerer Anteil, erkennt die Geschichte hinter diesen Emotionen, gespeist aus der Biografie. Das es eine Emotion und kein Gefühl war, erkannte ich daran, dass es über Stunden in mir kreist. Ich sprach vorhin mit einer Freundin und diese Freundin fragte mich,ob ich dieses Gefühl kenne und wie alt es ist. Ja ich kannte dieses Gefühl von früher.

Eigentlich begann alles gestern Nacht als ich wahrnahm, dass ein Anruf nicht stattgefunden hatte, auf den ich nicht warten wollte und Nachts gemerkt habe, dass ich ihn erwartet hatte und ich feststellte wie traurig ich darüber war, dass der Anruf nicht kam und ich irgendwie doch darauf gewartet hatte und mich aber die ganze Zeit mit irgend etwas beschäftigt hatte, weil ich ja nicht auf den Anruf warten wollte. … und dies auch vor mir selber überhaupt nicht zugeben wollte. Ich bin absolut nicht verärgert, dass diese Person sich nicht gemeldet hat, ich weiß ja inzwischen wie diese Person tickt und ist und wie unglaublich stressig der Alltag dieser Person mitunter sein kann.  In der Tat mag ich diese Person von Herzen gern und die Freundschaft bedeutet mir sehr viel. Nachdem ich gemerkt habe, dass ich traurig war, kullerten ein paar Tränen und ich fühlte dieses Gefühl. Danach ging es mir besser und ich schlief ein.

Den ganzen heutigen Tag über war alles wunderbar. Ich hatte einen schönen Arbeitstag und dass sage ich bestimmt nicht jeden Tag. Ich hatte gestern wie heute  gute Gespräche, bekam Lob und Anerkennung. Gestern schickte mir eine Patientin (die wusste wie gerne ich grosse Ringe mag) durch ihren Mann mehrere Ringe mit in die Praxis, die ich anprobieren und mir aussuchen sollte, welchen ich haben wollte. Heute bekam ich Lavendel von einer Patientin geschenkt, die mich gestern schon fragte, ob ich Lavendel mag. …und alles in allem waren die letzten 4 Tage wirklich richtig schön. Kein Grund zu klagen und doch dann diese Melancholie. eigentlich wollte ich noch an den Rhein fahren und fragte ein Person ob sie mitfahren wollte per SMS und ich bekam keine Antwort. Eigentlich war ich noch nichtmal überrascht und doch brachte es die Emotionsschleife zum kreisen. Unbegreiflich irgendwie, dass die Emotionsschleife ihre Kreise zieht, weil ich doch sonst alles gemacht habe, was wichtig ist und auch alles hatte, was mir am Herzen liegt. Ich hatte doch alle Gefühle gefühlt und es ist mir fast schleierhaft, woher trotzdem diese Melancholie kamm. Nun ja,  aber sie war da und ein bisschen wund bin ich noch immer.

Mein Freundin machte mit mir eine Übung.Ich atmete ein paarmal tief ein und aus und nahm wahr, wo sich diese Gefühl befand und wie sich dieses Gefühl ausdrückt. Meine Freundin sagte mir, dass bei Widerstand Verkrampfungen der gesamten Muskulatur, stattfindet. Ich atmete ein paarmal tief ein und aus. Den Atem bewusst wahrnehmen zeigt mir immer wieder, dass ich da bin, dass ich lebe. Der Atem geschieht ohne, dass ich etwas dafür tun muss und zeigt mir zugleich, dass ich bin. Mein Freundin sagte mir, dass ich mich mit meinem ganzen Bewusstsein in dieses Gefühl hinein entspannen solle und dabei beobachten, was im Körper geschieht. Interessanterweise, nahm ich wahr, dass ich die Entscheidung  treffen konnte, mich in diese Gefühl bewusst hinein zu entspannen.  Ich sackte richtiggehend in die Verkrampfung hinein. Ich konnte wahrnehmen, wie die Faszien, die Muskulatur, die Knochen und Knöchelchen verkrampft waren und es war wie eine weiche Sprengung dieser Verkrampfung als sich mein Bewusstsein in dieses Gefühl hinein entspannte. Ich fühlte weiter, wie sich das Gefühl anfühlt, wohin es geht und welche Form es annimmt, wohin es fließt und sogar über die Körpergrenzen hinaus. Ich gab diesem Gefühl Raum und ließ es sich voll und ganz entfalten. Relativ schnell nach dieser sogenannten Sprengung wandelte sich das Gefühl in mir, wie ein Strudel, der den gesamten Rumpf einnahm. Es war augenblicklich Weichheit und ganz viel Weite in mir spürbar. Ich konnte sofort freier atmen. Ich habe bei körperlicher emotionaler Verspannung oft eine Art Würgehusten. Wenn dieser vorbei ist, habe ich oft eine Art Schwindel, aber dann ist die Erleichterung auf der körperlichen Ebene für mich sofort spürbar. Ausserdem spüre ich die Erdanziehungskraft bzw. die damit verbundene Schwerkraft. Das fühlt sich für mich dann immer so an, als komme ich nach eine Weile Schwerelosigkeit im Wasser wieder aus dem Wasser. Mit jedem Schritt aus dem Wasser heraus ist die Schwerkraft mehr spürbar. So geht es mir auch meistens nach dem Würgehusten. Heute allerdings, nach der Übung eben, spüre ich ganz viel Weichheit, Zartheit und Weite in mir, mit einem Hauch Melancholie. Die Trianel ist verschwunden.  Die Emotionsschleife hat sich aufgelöst und ich kann sehen und erkennen, was die Wahrheit ist. Ein nicht erhaltenes Telefonat ist nicht mehr als ein nicht erhaltenes Telefonat ohne Schmerz. Das heute Abend niemand mit mir an den Rhein fahren wollte, ist nicht mehr als, die Person hat keine Zeit oder Lust mit mir an den Rhein zu fahren. Als die Emotionsschleife noch kreiste, da waren da so heftige Gedanken, was mache ich nur ganz alleine an Weihnachten. Dabei ist Weihnachten jetzt noch gefühlte Lichtjahre von mir entfernt, vorhin vor der Übung war Weihnachten gefühlt zum greifen nah.

Kennt ihr das? Melancholie und das ganze Drumherum, mit einem Schlag eine andere Stimmung und die Emotionen kreisen. Was macht ihr dann, wie geht ihr damit um?

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Kreativität, auch so eine Oase

Ich liebe es, wenn meine Kreativität ins Fließen gerät. Die meisten Stunden am Sonntag habe ich mit Marmelade kochen zugebracht. Ich liebe es meine Kreativität in der Küche auszulassen. Fast noch besser als in anderen Bereichen. Die Ergebnisse sind einfach schneller da für mich.

Da ich am Samstag auf dem Markt alle Zutaten für Aprikosenmarmelade eingekauft hatte, machte ich mich schon ganz früh ans Werk. An sich finde ich Aprikosen pur in Marmeladenform recht langweilig. Sie läuft eigentlich erst mit Aromen und Gewürzen zu Hochtouren auf. Da ich mich wieder nicht entscheiden konnte, welche Marmelade ich machen wollte, entschied ich mich gleich alle Rezepte zu machen, die ich rausgesucht habe.

  • Aprikose mit Vanille und einer Prise Zimt
  • Aprikose-Zitrone mit Limoncello
  • Aprikose mit Lavendel

Gelungen sind alle. Da ich beim Durchstöbern im Internet auch noch ein Rezept für Zitronenmarmelade entdeckte und noch reichlich Zitronen hatte,   machte ich diese ebenfalls. (Die Rezepte folgen noch)

  • Marmelata di limone

Marmelade kochen liebe ich. Obst und Gemüse putzen hat für mich etwas meditatives und ist ein vielseitiges, ja- ich nenn es mal auch ein sinnliches Erlebnis. Irgendwie ein Fest für alle Sinne. Ich habe kürzlich Marmeladengläser gekauft. Quadratisch, wie ein Würfel mit schwarzem Lackdeckel. Früher habe ich oft Marmeladengläser zusammengesammelt, aber gefallen hat mir das nie und die Gläser, die man in Geschäften so standardmäßig kaufen kann, finde ich einfach nur grässlich. Dann entdeckte ich durch eine Freundin im Internet ein Versandhandel für Gläser und Flaschen und dann auch mein Lieblingsglas. Wenn ich schon so etwas schönes wie Marmelade kochen mache, mag ich es mich dabei auch mit schönen Dingen zu umgeben. Alles geht eben auch nicht nur praktisch sondern auch schön. …und schön ist einfach was fürs Auge und ja, irgendwie auch fürs Herz fürs Wohlbefinden.

Ich war viele Stunden beschäftigt und es gab viel aufzuräumen, aber es war ein wunderschöner Tag. Die Kreativität floss nur so durch den Tag. Einfach nur HERRLICH. Immer wenn ich ganz im Fluss und bei mir bin, fühle ich mich ganz lebendig und irgendwie in einem inneren Frieden.

 

 

 

 

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Zeit für Oasen

Am Wochenende Notdienst in der Praxis. Nach einer vollen langen Arbeitswoche noch eins oben  drauf. Mir graute es vor dem Notdienst. Ich habe immer Angst davor zu kurz kommen vom Leben. Nur Arbeit und sonst nichts. Diesmal habe ich mir aber ganz besonderes Oasen geschaffen, trotz aller Dinge auf der To Do Liste.

Ich war für Samstagvormittag eingeteilt. Ich stand ganz früh auf am Samstagmorgen und verließ schon um kurz vor 7 Uhr das Haus. Ich wollte zu meinem Lieblingsobsthändler im Nachbarort um Aprikosen für Konfitüre zu besorgen. Irgendwann war die Straße allerdings gesperrt und ich musste umdrehen. Spontan entschied ich mich auf unseren Wochenmarkt zu fahren. Die Landschaft unterwegs war wunderschön. Ein herrlicher Spätsommermorgen. Über den Feldern und Wäldern lag Feuchtigkeit und Nebelschwaden und die Sonne strahlte von strahlend blauem Himmel hinab. Es war sehr frisch aber wunderschön. Erst ging ich über den Markt und besorgte alles was ich brauchte und anschließend  ging ich ins angrenzende Cafe und frühstückte dort draußen. Herrlich ich liebe es draußen zu sitzen, zu frühstücken, en bisschen Zeitung lesen und dem Markttreiben zu folgen.

 

Pünktlich um 10 Uhr begann meine Arbeit für 2 Stunden und dann war es ja auch schon geschafft. Ich fuhr dann anschließend meine Nichte zu ihrem Ferienjob und  war anschließend überhaupt noch nicht bereit für meine To-Do-Liste und nach Hause zu fahren und fuhr einfach weiter Richtung Königswinter und verbrachte noch 2 wunderschöne Stunden am Rhein. Das tat so unglaublich gut. Als ich dann zu Hause wieder ankam, war die To-Do-Liste ruckzuck abgearbeitet und es fühlte sich einfach nur wunderbar an. Ich war so unglaublich zufrieden und fühlte mich so gut. Unterwegs hatte ich ein Burger gegessen ohne Drumherum und so unglaublich zufrieden mit mir und der Welt hatte ich keinerlei emotionalen Hunger und da ich auch keinen körperlichen Hunger hatte brauchte ich für den Rest des Tages keinerlei weiteres Essen.

Fazit für den Tag: Wenn ich liebevoll und fürsorglich zu mir selber bin, dann kann alles sein und das „Muß“ ist leicht erfüllt.

 

Weltenlärm

Letztes Jahr lief in der ARD ein Film „Über den Tag hinaus“. Eine junge Frau ziemlich im Stress mit ihrem Leben und den gestellten Herausforderungen von Beruf Taxifahrerin hatte einen alten Herrn als Fahrgast für einen ganzen Tag und… darüber hinaus. Beide bereicherten sich auf die eine oder andere Weise. Als der alte Herr, ein paar Tage später verstarb hinterließ er der jungen Frau eine Koffer. In diesem Koffer war unter anderem auch ein Brief an die Frau. In diesem Brief  stand, ein Satz der mich seit dem nicht mehr loslässt. Sie solle sich nicht von dem Lärm der Welt erschrecken lassen, sondern einfach mutig das machen was sie möchte.

Ich bin jemand der sich auch immer wieder von dem Weltenlärm erschrecken und aus der Bahn werfen lässt. Fast zeitgleich  zu dem Film bekam ich eine CD von Louise Hay geschenkt. Auf dieser CD sprach Louise Hay eine Satz:“ Immer wenn Dich der Lärm der Welt erschreckt, werde dir deines Atems bewusst und beobachte ihn.

Gestern hat mich der Weltenlärm wieder total erschreckt. Die Arbeit von 9 Stunden zunichte gemacht. Der Pc stürzt ab und über 50 Rechnungen, viele Heil- und Kostenpläne vernichtet. Während der Datensicherung stürzte alles ab und ist nicht mehr wieder herzustellen. Seit dem Atme ich was das Zeug hält und ich beobachte den Atem. Ich habe noch keine Ohnmachtsgefühle oder Essanfälle gehabt, auch keine Verzweiflung. Ich stand kurz vor der totalen Krise, aber sie brach nicht durch. Atmen und beobachten.

C.G. Jung

C.G. Jung (Psychiater 1875-1961)hat in einem seiner Bücher davon geschrieben, wie es für ihn ist, wenn er seinem inneren Impulsen nicht folgt. Er beschrieb es, dass es für ihn so unglaublich wichtig sei, seinen Impulsen zu folgen, selbst wenn er keine Lust darauf hat. In ihm war ganz häufig der Impuls zu schreiben. Immer wenn er diesem Schreibimpuls nicht eine Zeit gewidmet hat im Laufe eine Tages, fühlte er sich nicht wohl und es fühlte sich an, als sei es ein verlorener Tag gewesen.

Heute war so ein Tag, da kann ich genau nachvollziehen, was er meint. Als ich heute Mittag aus der Arbeit hoch in meine Wohnung kam, hatte ich soviel Impulse. Ich sah und fühlte den ganzen langen freien Nachmittag vor mir. Ich wollte meinen Einkauf wegräumen, den der Rewe Fahrer vor meiner Wohnungstür abgestellt hatte und anschließend eine Pause machen und ein kleines Bisschen auf der Couch schlafen und und und…Ich war zwar nicht hundemüde, aber wollte ein bisschen ausruhen. Tatsächlich habe ich fast 3 Stunden geschlafen. Als ich wach wurde, war ich sehr frustriert, weil ich alles schwinden sah was ich mir vorgenommen habe. Ich vertrödelte die Zeit bis ich eben fast am Rad drehte. Ich war noch nicht einmal dazu gekommen zu kochen. Um 22 Uhr hatte ich so gr0ßen Hunger, schon seid über einer Stunde überlegte ich wie ich was zu Essen bekommen konnte ohne Essen zu bestellen und ohne wahllos etwas in mich reinzufüttern.

Geneen Roth hat mal in einem Buch geschrieben, dass eine warme Mahlzeit am Tag wichtig ist für das Wohlbefinden und es stimmt irgendwie ist eine warme Mahlzeit am Tag für mich auch eine Art erfüllte Geborgenheit und die Erfüllung eines Grundbedürfnisses. Ich machte mir ein überbackenes Toast mit Kochschinken und Brie und Pfeffer und als Nachtisch ein bisschen Zitronenjoghurt mit ein paar gerösteten Haferflocken. … und dann bin ich noch ein paar Minuten meinem Bewegungsimpuls gefolgt. Ein paar Runden Fahrradergometer und Fußtraining. Es ist tatsächlich so, ein paar Minuten den innern Impulsen zu folgen fühlt sich so viel besser an, als dem Impuls nicht zu folgen. 3 Minuten Bewegung und der Tag fühlt sich erfüllt an. Kein Wunder, wenn man sich Ersatzbefriedigungen sucht, wenn man seinen Impulsen nicht folgt. Bei meinem Neffen konnte ich am Freitag sehen, wie sehr er intuitiv seinem Bewegungsimpulsen folgt. Er schaute sich seinen Lieblingsfilm an und wollte den Film unbedingt zu Ende sehen. Zwischendurch stand er immer wieder auf und benutzte das Sofa als Trampolin oder lief auf der Stelle. Ich war so fasziniert ihn dabei zu beobachten, wie er seinen Impulsen folgt und trotzdem das tut, was er will.

Neustart

Ich bin wieder da. Manoman ist die Zeit verflogen. Mir war garnicht klar, dass ich so lange nicht mehr da war, dass ich lebendig war. Meine Freundin CK sagte mir vorgestern, dass ich auffallend aktiv bin. Ja das stimmt. Ich habe die letzten Wochen so unglaublich viel gemacht um mir, meinem inneren Tempel näher zu kommen. Ich habe soviel sortiert, weggeräumt und geputze wie schon seid Jahren nicht mehr. Endlich ist das meiste erledigt. Ich bin strukruriert und habe trotzdem Zeit für mich gehabt. Ich habe endlich mal wieder ein zu Hause in dem es sich wohlfühlen lässt. und in dem ich mich abholen kann, da wo ich gerade bin. Ich hab Dinge eingerichtet, gerichtet die ich schon seid über 20 Jahren machen wollte. Ich habe mir selber Unterstüzung angedeihen lassen. Wie die aussieht, davon werde ich berichten. Regelmässig aber anders als bisher.

In den letzten Jahre war mein Blog den ich für meine Therapeutin und ihre Community schriebe und die Anfänge hier ein rein psychologischer Blog ausgerichtet auf Heilung meines Übergewichts. In den letzten Wochen habe ich aber bemerkt, wie vielschichtig ich bin. Das Übergewicht ist tatsächlich nicht das Problem, es ist das Symptom. Ich wusste es,aber ich habe es nicht gefühlt. Nur im Kopf gewusst, als immer wieder kehrender Satz meiner Therapeutin, aber nicht als gefühltes Wissen. Ich bin soviel mehr als mein Gewicht. Im Mai habe ich eine Hassmail auf Facebook bekommen von einer Sehnsucht und Hunger Teilnehmerin, die  mich zutiefst erschrocken hat. Meine Güte war diese Frau wütend auf mich und hat sie mich gehasst. Meine Freundin I. hat mich gefragt , was mir diese Mail spiegelt. Sie spiegelte mir, wie wütend ich auf mein Leben bin, mit allem was darin enthalten ist. …und warum ändere ich es dann nicht? Meine Antwort war immer, dass es soviel und so unglaublich anstrengend ist. Jetzt merke ich, dass das Leben zwar anstrengend wirkt, es aber leichter wird, wenn ich es annehme so wie es gerade ist und was ganz besonders wichtig ist. Ich mich da abhole, wo ich gerade bin. Wenn ich mich nicht da abhole wo ich gerade bin, ist es so unglaublich anstrengend, weil ich permanent dagegen ankämpfe, dass ich nicht da bin, wo ich gerade bin. Ich war da, wo ich nicht sein wollte am Boden, vollkommen am Boden, aber da bin ich nicht mehr. Ich habe die letzten sieben Wochen damit verbracht, den Schaden zu betrachten und die Umgebung in Ordnung zu bringen und tatsächlich hatte ich doch letzte Woche mal wieder Langeweile.

Langeweile ist schlimm? Nein, sie ist nicht schlimm. Langeweile brauchte ich um zu erkennen, dass ich mir tatsächlich durch mein Aufräumen Zeitkapazitäten geschaffen habe. Ich habe mal Zeit? War bis vor ein paar Wochen für mich unvorstellbar. Ich habe Zeit, die ich mit Dingen für mich füllen darf?! Was für eine Bereicherung…

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