Innen und Aussen

Mir ging es die vergangene Woche körperlich extrem schlecht. Ich bestand aus Schmerzen und konnte mich kaum bewegen. In mir drin krieste eine Emotionsschleife. Innen und aussen irgendwie nur Schmerz. Da ich zu nichts richtig in der Lage war, durch die körperlicher Schmerzen habe ich mit Mühe meine Steuer fertig bekommen und sie fristgerecht nach 1 Mahnung abgegeben. Aber meine Wäsche und meine Wohnung bekam ich nichts hin. Ich war ziemlich traurig. Ich hatte mit einer Person Streit, die mir aber auch sehr am Herzen liegt und ich dachte, wenn sie es doch anders gemacht hätte, dann wäre alles gut. Kann alles gut sein, auch wenn andere nicht so handeln, wie ich denke, dass sie handeln sollten?

Ich hatte während des Urlaubs ein Buch gelesen und danach irgendwie für mich die Entscheidung getroffen, dass ich nicht mehr unnötige Kämpfe auch und im besonderen in mir drin kämpfen wollte. Ich wollte kein Genörgel und Gemotze mehr an mich ranlassen. Viel zu sehr wusste, ich wie ansteckend das für mich ist. Ich habe dann einer Person gesagt, dass ich das nicht mehr will, dass mir die ganze Unzufriedenheit erzählt wird. Viel zu lange,  hatte ich gedacht,  hätte ich ja schon den Mund gehalten. Ich habe überhaupt nicht bemerkt, wie sehr in mir der Kampf tobte, dieses Genörgel nicht mehr mit anhören zu müssen, aber nachdem ich der Person gesagt habe, dass ich das nicht mehr hören will, wurde es noch schlimmer.  Vor 10 Tagen eskalierte dann die Situation und wir gingen beide gestresst in den Urlaub. Gestern konnten wir darüber sprechen. Ich begriff, dass die ganzen Schmerzen der vergangenen Woche auch mit dem Streit zusammenhingen. Ich hatte zwar auch einen für mich schwierigen Termin in der vergangenen Woche und der war auch sehr belastend, aber beide Komponenten zusammen brachen mir irgendwie innerlich. Die Muskeln und Knochen schmerzten wie bei einer starken Grippe und der Lendenwirbelbereich (den spüre ich eigentlich nie) machten mir das Leben schwer. Keine sportliche Übung brachte Erleichterung. Gestern Abend hatte ich dem klärenden Gespräch noch einen Termin bei meine Physiotherpeutin und sie massierte meinen ganzen Rücken und den Lendenwirbelbereich. Es tat so unglaublich gut. Ich bin anschließend noch kurz einkaufen gewesen und dann ab nach Hause.  Ich war so erledigt dass ich nur noch schlafen konnte. Ich räumte trotzdem noch die Küche auf und erreichte dort einen Zustand zu dem ich 10 Tage nicht in der Lage war. Es fühlte sich so gut an.

Heute morgen wurde ich wach und konnte super gut aufstehen und war so beschwingt, meine Schmerzen haben deutlich nachgelassen und ich begriff, der Kampf den ich nicht in mir führen wollte, ließ mich einen inneren Kampf führen und brachte im Inneren wie im Äusseren ein absolute Chaos zu tage. Gestern war ich so durcheinander gewirbelt in mir und ich fühlte mich die ganze Zeit  als wenn alle Energien in mir, sich verkehrt drehen. So als ginge ich gerade vorwärts und sehe mich aber die ganze Zeit zickzack laufen.

Jetzt geradefühle und erkenne ich, wie sehr das Innere und Äussere sich spiegeln. Ich kann das auf allen Ebenen wahrnehmen. … auch das Innere ist wieder ausgeglichener, so wie gerade meine Wohnung und Beziehungen im Aussen. Spiegelungen!!!

 

Angst

Gestern morgen wurde ich mit riesem Schreck aus dem Halbschlaf gerissen. Nasenjucken, kurz gekratzt und dann… heftiges Nasenbluten über 2 Stunden lang. Die Blutung bekam ich einfach nicht gestoppt. Nach einer gefühlten Ewigkeit hörte die Blutung endlich auf. Ich war so erschöpft, dass ich nur noch schlafen konnte. Gestern Abend bin ich dann erst wieder aufgewacht und  ich habe dann erst registriert wie unglaublich viel Blut ich verloren habe. Unter Tränen habe ich dann die Blutspuren weggeputzt. Dabei bemerkte ich wie groß meine Angst frühmorgens war, mein bisschen Leben zu verlieren. Heute bin ich immer noch total erledigt. Immer noch sitzt mir der Schock in den Knochen.

Kopf, Herz und Wille

Das Wochenende war dringend erforderlich. Die grosse Hitze hatte mir den Schlaf geraubt und ich war unglaublich müde. Bei vielen Dingen habe ich Fünf gerade sein lassen und dies zeigte sich am Wochenende. Kaum das die Abkühlung kam, kam auch die Lebendigkeit wieder und mit ihr Sehnsüchte und Tatendrang. Es gab viel zu tun und ich wollte auch viel machen, konnte mich aber überhaupt nicht entscheiden womit ich beginnen sollte. Ich blieb den ganzen Samstag im Nachthemd und trödelte vor mich hin. Ein bisschen aufräumen, eine bisschen Fernsehen, ein bisschen lesen, ein bisschen von Allem aber trotzdem unbefriedigend.

Am Abend telefonierte ich mit meiner Freundin CK und  sie fragte mich, welcher Anteil eigentlich nicht wirklich will.

Der Kopf  – ist der Verstand

Das Herz – ist der Wunsch oder auch die Sehnsucht

Der Wille –  ist die Kraft zu Handeln.

Wenn nicht alle drei Anteile an der Umsetzung interessiert sind, dann kann es nicht funktionieren. Nur , wenn alle drei Elemente Hand in Hand arbeiten, dann ist alles möglich und es können Wünsche, Träume und Ziele erreicht werden.

Welcher von den drei Anteilen wollte eigentlich all das nicht. Der Kopf wollte auf jeden Fall, ich sehe bereits alles vor meinem geistigen Augen. Das Herz könnte zerspringen vor Glück, wenn ich den Impulsen, Wünschen und Sehnsüchten folge, Aber … der Wille, der ja gleichzeitig die Kraft zum Handeln ist, widersetzt sich gerade total. Meine Freundin hatte das mit dem Kopf. Herz und Willen in einem englischsprachigen Buch entdeckt und forderte mich im Gespräch auf, in mich rein zu fühlen, welcher Anteil gerade nicht mit an Bord ist. Meine Freundin  erklärte mir, dass sobald ein Anteil etwas nicht  will, dass  das was man sich vornimmt, nicht gelingen kann. Ich fühlte in mich rein und konnte ganz klar fühlen, dass der Wille nicht mit an Bord ist.

Der Wille wollte also nicht. Ok, ganz klar, dann fehlt die Kraft für die Handlung – auch das konnte ich spüren. Was noch? Der Wille fühlt sich vom Leben gegängelt. Direkt sagte ich meiner Freundin, dass dies ja immer so sei. Sie widersprach mir und sagte, dass dies in den letzten Wochen ja fast 2 Monaten nicht der Fall gewesen sei. Stimmt, es ist nicht immer, aber es war jetzt. Der Wille fühlt sich gegängelt. Weswegen fühlt sich der Wille gepaart mit dem kindlichen Anteil gegängelt und was sagt der erwachsenen Anteil. Der erwachsene Anteil, will Bewegung und Leichtigkeit und der Wille und der kindliche Anteil, will dies auch, aber er will nichts dafür tun müssen. Interessant. Der kindliche Anteil bekommt durch seinen Widerstand, sein Gejammer und Getöse (so wie diese Affenbande vor und in dem altindischen Tempel) Gehör, aber der erwachsene Anteil, dem wird vieles versagt.

Kaum habe ich es gerade geschrieben, ein Gekreische im inneren Ohr, kann das Gejammer und Gedöns kaum ertragen. Ist so laut im Ohr. Obwohl es hier im Raum vollkommen ruhig ist. Ich kann kein Wort verstehen, aber ich kann fühlen. Ich fühle etwas, wie Angst vorm Dünnerwerden. Angst davor, wenn ich dünner, beweglicher, kraftvoller und fitter bin, habe ich keine Ausreden mehr, dann muss ich wieder den Erwartungen entsprechen und darf nicht „Nein“ sagen. Dann erwartet man von mir, dass ich Dinge mache, die ich nicht will aber dann mitmachen „muss“. Dann „muss“ ich wieder „Berge des Grauens“ überwinden. Dann wird ganz schon viel von mir abverlangt und ein „Nein“ wird dann nicht so einfach akzeptiert. Kenne ich das? Oh ja. Ich habe oft das Gefühl, dass mein Nein nicht gehört wird, dass meinem Nein“ tausend“ Varianten angeboten werden, damit ich bloßnicht „Nein“ sage. Wenn ich sage, dass ich dies oder jenes nicht mag, sagt man mir Dinge wie, „das ist verletzend, ich hab mir soviel Mühe gegeben“ oder „fängt an zu Weinen“ und und und. Das kennt ihr sicher auch. Mit diesem Körper allerdings, oft vollkommen müde und voller körperliche Beschwerden, kann ich viele Dinge einfach nicht tun. Meine Güte, ich kann es kaum fassen, mein Körper leistet mir auch so wie er ist, einen unglaublichen Dienst. Kein Wunder, dass der Wille keine Veränderung will und sich querstellt. Ich habe gerade wieder mal begriffen, dass es viele gute Gründe gibt, den Körper so zu belassen, wie er jetzt gerade ist. Natürlich habe ich auch noch Angst vor dem Dünnsein oder Beweglich sein aus anderen Gründen. Wie sieht der Körper dann aus, mir graust es ja jetzt schon davor. Ein Teil des Problems ist ja jetzt schon sichtbar… und fühlbar.

Wenn ich jetzt zaubern könnte und könnte mich so zaubern, wie ich gerne wäre, wären die Probleme trotzdem noch da. Dünnsein löst keine Probleme. Also gilt es noch mit dem Willen in Kontakt zu bleiben. Ich bin schon gespannt, was daraus wird.

 

Freude an Bewegung

Inspiriert von Claudia`s Kommentar bei meinem letzten Beitrag musste ich gleich weiterschreiben. Wie sie schrieb, dass sie eine Minute auf dem Crosstrainer war und anschließend soviel Energie hatte und noch ein paar Hausarbeiten erledigen konnte, war ich zutiefst berührt und auch ganz aufgeregt. Genauso geht es mir auch, wenn ich den Bewegungsimpulsen folge. Eine Minute Bewegung mit Genuss bringt soviel mehr als 15 Minuten mit festgelegtem Plan und MUSS im Nacken. Ein Muss, weil ich ja abnehmen will,  ein Muss weil ich beweglich werden will und das alles auch noch trotz dem ganzen Alltagsgedöns. In vielen Sportprogrammen heißt es klein anfangen. Beispielsweise eine halbe Stunde joggen und zwischen durch immer wieder gehen  (1 Minute laufen, 2 Minuten gehen etc.)  das ich nicht lache, wenn ich das so mache, kann man mich direkt in die Klinik bringen. 10 Minuten Fahrradergometer unter einem MUSS und ich weiß nicht, wie ich mit den zittrigen Beinen überhaupt noch gehen soll, mal ganz davon abgesehen, dass ich dann auch noch mies drauf bin.

Bewegung mit Druck und MUSS und es kann passieren, dass der Tag gelaufen ist. Es kann sein, dass ich schon Stunden vorher darüber nachdenke, wie ich das alles schaffen soll oder hinterher bin ich so erledigt, dass es mir schon vor dem Muskelkater oder dem nächsten Tag graut. Alle Sporttrainer, die ich hatte sagten mir immer, dass es irgendwann Spaß machen wird. Immerhin würden Endorphine ausgeschüttet und irgendwann, wenn alles leichter ist und ich mehr trainiert wäre, dann käme die Freude am Sport. Ehrlich? Die  Freude kam nie. Ich glaube die meiste Zeit in meinem Leben habe ich mich ohne Freude an der Bewegung bewegt, weil ich musste oder ich habe es nicht wahrgenommen bzw. bemerkt das ich mich bewegt habe.  Irgendwie gab es nie den Moment, an dem ich mich bewegen wollte. Ich wohnte fast am Ende der Welt. Ich liebe dieses Fleckchen Erde sehr, wo ich aufgewachsen bin. Als Kind fand ich es grässlich ganz oben auf einem Berg zu wohnen. Die nächste Bushaltestelle befand sich im Tal, genauso die Geschäfte, Schule etc. Das hieß, laufen. In Sportvereinen und Schwimmverein bin ich gewesen, ja gehörte eben dazu. Schwimmen habe ich zwar ganz gerne gemacht, aber ich musste immer irgendetwas machen. Nun ja, dann kam die Zeit in der ich mich und meinen Körper hasste und mich bewegte um abzunehmen. Wie ein Schwert schwang es über mir das „höchste Ziel – abnehmen“. Dies war verbunden mit der dauernden Ermahnung, mehr Sport zu machen. Ich war fit genug um eine Weile zu laufen, aber Spaziergänge fand ich einfach nur langweilig und grässlich. Was ich aber oft machte, war die Wartezeit auf den Bus zu verkürzen. Ich bin dann einfach noch ein oder zwei Haltestellen weitergelaufen während der Wartezeit. Ich glaube Warten fand ich noch schlimmer als laufen, als mich zu bewegen. 

Als ich vor ein 14 Jahren in der Rehaklinik war und dort mit Anderen Spaziergänge machte und irgendwann in der Lage war 2 Stunden spazieren zu gehen, habe ich dort das erste Mal genossen, dass ich das machen konnte. Nachdem meine Kondition dann aber in den letzten Jahren immer auf und ab ging, hatte ich zwar die Sehnsucht nach Laufen da, aber kein Impulse diese umzusetzen. Während meiner letzten Therapiephase gab es aber immer wieder mal Bewegungsimpulse, die im Mai/Juni 2015 immer stärker wurden. Durch meinen Fußbruch konnte ich denen erstmal nicht weiter folgen oder dachte dies zumindest. Dann fing ich im Herbst wieder an, die Sportprogramme von Susan Powter durchzuführen  und machte erstmal nur alles an Übungen für den Oberkörper mit. Ab Oktober 2015 begann die Physiotherapien. Ich bin wirklich hochmotiviert wieder ganz fit zu werden, aber der Weg dort hin ist schon eine Sache für sich. Meine Beweglichkeit war inzwischen das reinste Disaster. Ich wohne im dritten Stock und alleine diese endlos Treppen nach oben machen eine gewisse Beweglichkeit erforderlich. Immer mehr Druck, immer mehr ein MUSS. Das Wissen alleine, das Bewegung gut und dringend von Nöten ist, schafft es nicht mich zu motivieren. Wenn ich nur den Impulsen nachgeben, dachte ich mir, wie soll ich damit fit werden. Immer der Druck es muss mehr sein, als das was geht. Es muss einfach viel mehr sein. Meine Freundin CK ist Ballettänzerin. Ich hatte mal das Vergnügen ihr beim Tanzen zuzuschauen. Selbst der Gang zum Büffett bei ihr eine einzig wahre Eleganz. Ihrem Bewegungsabläufen mit den Augen zu verfolgen ein Hochgenuss. Sie bewegt sich so, wie ich Bewegungen in mir drin fühle, aber ich selbst Lichtjahre davon entfernt bin sie ausführen zu können. Und doch ist es auch immer wieder sie, die mich zur Bewegung motiviert und sie ist die Person, die mir immer wieder beweist, wie klein die Bewegung und die Bewegungseinheit sein kann und doch Veränderung geschieht. Sie schafft es immer wieder die Sehnsucht nach Bewegung in mir zu wecken. Sie ist ein Bewegungstalent mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten,  eine davon ist eben auch die, die Sehnsucht und Lust auf Bewegung zu wecken. Nein ich vergleiche mich nicht mit ihr, aber durch ihre Art sich zu bewegen, konnte ich das erste Mal spüren, wenn  ich sie bei dem Ausüben von Bewegung sehe, die ich bei mir fühle, dass Bewegung  in mir fühlbar ist, selbst wenn ich mich selber gerade nicht bewege. Es gibt eine Art innerer Körper der sich auch bewegt.  Es zeigt mir, dass mein Körper nicht das ist, was ich bin.

Voriges Jahr im Februar habe ich mit meiner Freundin CK zusammen ein Seminar besucht. Das Lebensmythosseminar. Es ging dort um vieles. Unter anderem auch Gefühle zu verkörpern, das wahre Selbst zu verkörpern, das was ich bin und sein will zu verkörpern. Verkörpern heißt nichts anderes als all dies was man zu den jeweiligen Themen fühlt,  mit dem Körper zum Ausdruck zu bringen, es geschehen lassen. Nichts dafür tun, einfach nur sein und Bewegung geschehen lassen. Wenn wir die Bewegung des Körpers geschehen lassen, geschieht dies immer mit Leichtigkeit, ohne Druck und MUSS. Ich habe mit meiner Freundin eine Übung – die Lebensmythosübung  – zusammen gemacht. Wir haben uns abwechselnd bei der Übung begleitet. Ich erst sie und am nächsten Tag sie mich. Was für ein Geschenk. Irgendwann fing sie an meine Bewegungen zu spiegeln. Ich konnte kaum glauben was sie mir spiegelte. Es war für mich unfassbar,anhand ihrer Spiegelungen sehen zu können, zu welch weiten und intensiven Bewegungen ich in einem extrem langen Zeitraum  und mit diesem Körper in der Lage war. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung gemacht, wenn ich Bewegungen geschehen lasse, bin ich zu so extrem viel mehr fähig als ich für möglich halte.

All dies, das Wissen das Bewegung mir guttut,  wenn ich sie geschehen lasse – leicht fällt, ich weiß das Bewegung den gesamten Organismus unterstützt, ich inzwischen über reichlich Bewegungimpulse verfüge, all dies verhindert nicht, dass es mir trotzdem extrem schwer fiel, alles zusammen – mit den gleichzeitigen Widerständen und Abscheu gegenüber Bewegung-  unter einen Hut zu bringen. Ich bin nicht zu faul oder blöd und schon garnicht bin ich undiszipliniert, aber ich habe gemerkt, dass ich mich einfach nicht in der Lage fühlte und sah, eine Bewegung zu machen oder eine Beweglichkeit zu erlangen und dann auch zu erhalten und schon garnicht konnte ich Bewegung genießen.

Aber jetzt weiß ich, dass wie wunderschön sich Bewegung anfühlen kann. Sie fühlt sich aber fühlbar besser an, wenn ich sie bewusst und präsent mache und auch beobachte. Dann kann auch mein Körper viel besser von der Bewegung profitieren. Ein Muss oder Druck hilft bei mir inzwischen nicht mehr. Noch vor zwei Jahren, habe ich gedacht ohne Druck und ohne Muss geht  zum Thema Bewegung garnichts. Inzwischen ist es so, dass mit einem Muss und Druck nichts mehr geht. Mein Körper, mein Geist, mein ganzes Sein, lässt sich mit blossen Worten nicht mehr zu etwas überreden oder zwingen. Sobald etwas nicht mit meinem klaren Gefühl konform geht, funktioniert nichts mehr. Ich muss die Wahrheit und die Klarheit fühlen, dann kann ich handeln.
Mir fiel es ganz besonders während meiner Sommerferien auf. Ich hatte mal wieder einen Termin bei meiner Physiotherapeutin und das direkt in der ersten Urlaubswoche. Meine Beweglichkeit, ich sags ganz ehrlich – ein Disaster. Seid meinem Fussbruch bewegte ich mich zwar immer mal wieder und machte auch mal mehr mal weniger meine Übungen, aber es veränderte sich nichts. Der Druck im Alltag war viel zu viel. Halbherzige Bewegungen. Halbherzig, weil ein Muss dahinter stand.“ Du musst endlich beweglich werden, Sabine. Du bist so ein Krüppel“, so beschimpfte ich mich seid April regelmässig. Früher beschimpfte ich mich regelmässig als „fette Kuh“. Inzwischen habe ich gemerkt, ob Krüppel oder fette Kuh, das alles zeigt nur den Selbsthass auf meinen Körper. Vor meinem geistigen Auge sehe ich mich laufen, Nachts träume ich davon Berge rauf und runterzu laufen. Die Krücken auf  in den Sperrmüll zu werfen.

Auf dem Weg in zum Physiotherapeuten ein grässliches Körpergefühl von viel zu viel Fett. Schlecht gelaunt und genervt von einem  Bauch-Lenkrad-Kontakt und der schlechten Beweglichkeit  kam ich bei meiner Physiotherapeutin an. Viel zu lange hatte ich keinen Termin mehr. Alles schmerzte. Ich habe mir keine Zeit mehr für die Physiotherapie genommen, wozu brauche ich als Krüppel Physiotherapie. Erst als ich anfing meinen Weg zu dem Tempel freizubahnen, merkte ich das ich mich durch das ganze Alltagsgedöns nicht mehr richtig auf die Bewegungsübungen eingelassen hatte. Ich hatte die Hoffnung und die Motivation verloren, aber Bewegungsimpulse hatte ich viele, habe sie aber nicht mit Leben sprich Bewegung gefüllt. Als ich auf der Liege lag und die  Physiotherapeutin  meine Beine und Füsse bearbeitete, spürte ich die Hoffnungslosigkeit in allem und wie sehr ich mich im Alltagsgedöns und Selbsthass und Selbstmitleid verloren hatte. Sie bewegte meine Füsse und Beine und in mir drin begann sich ganz viel zu lösen. Zuversicht und neue Hoffnung floss durch mich durch. Die Beine und Füsse wurden warm, kribbelten und juckten auf belebende Art und Weise und irgendwie juckte alles so, wie eine Wunde die heilt. Nach 20 Minuten stand ich mit unglaublich viel Schwung auf und war von mir selbst überrascht, wie schnell und gut ich auf meinen Füssen stand. Das hatte ich schon ewig nicht mehr gefühlt.

Ich bat meine Physiotherapeutin um ein Hausaufgabe. So einfach und simpel. Füsse kreisen lassen – mal rechts,mal links herum/Füsse beugen und strecken /Becken nach vorne und hinten sowie von links nach rechts kippen … und das sollte ich alles im liegen machen mindestens einmal täglich,  so lautete die Hausaufgabe. Hochmotiviert und voller Energie verließ ich die Praxis und saß zum Nachfühlen noch eine Weile im Auto bevor ich losfuhr. Die Bewegung hatte die Energie in mir zum Fließen gebracht. Bevor ich losfahren wollte fiel mir auf, dass ich keinerlei Kontakt mit Bauch-Lenkrad spürte. Ich musste lachen, also in 20 Minuten konnte ich einfach nicht abgenommen haben. Aber irgendwas war vollkommen anders. 

Hochmotiviert und irgendwie trotzdem mit Widerstand,immer wieder mit einem Muss auf das tägliche Übungsprogramm fixiert, brauchte ich immer wieder einen Anlauf um die Übungen auch wirklich zu machen. Oft dachte ich sogar, dass ich die Übungen doch schon längst gemacht hätte, soviel habe ich mich gedanklich damit beschäftigt. Hin und Her gerissen, zwischen Widerstand, Muss, Wollen und Bewegungsimpulsen. Irgend wann endlich der Durchbruch. Ich erlaubte mir die Übungen zu machen, dann wenn die Impulse da waren mich zu bewegen. Am Anfang zaghaft und dann immer wieder. Manchmal nur ein paar Augenblicke, aber dann immer häufiger. Die Stimme in mir schrie nur so, dass das auf keinen Fall ausreichte um etwas zu verändern. Ich hörte nicht mehr auf das Gekreische in mir drin und versprach mir aber selbst, dass ich beweglich werden will. Ich habe doch noch soviel vor. Ich bin voller Träume und Sehnsüchte, die ich noch leben will. Ich traf die Entscheidung in einem „diszipliniert“ sein zu wollen. Darin auf meine Impulse zu hören, dann wenn sie da sind und so lange sie da sind. Ich versprach mir selbst, auf mich zu hören und die wohlgemeinte Dinge von Aussen nicht mehr so an mich ranzulassen. Meine Freundin CK hat viel darüber gelesen und erzählt. Ich sah meinen Urlaub als Kur an und dementsprechend wollte ich mich verhalten. Nicht wie in der Kur mit jede Menge auferlegte Regeln, aber trotzdem mit Bewegung und Essen selber kochen etc, aber auf die Impulse hören, die kamen. Manchmal saß ich still da und es gab keinen Bewegungsimpuls, dann fingen kleine Impulse an und ich fing an mit Füsse kreisen. Nicht viel, nur soviel, wie der Impuls hergab und noch kein Widerstand spürbar war. Manchmal vergaß ich mich in der Bewegung und kreiste und kreiste und ließ die Bewegung geschehen. Dann machte ich beim nächsten Impuls die gesamte Hausaufgabe, aber nur soviel um auch alles machen zu können. Alles geschah mit überraschend angenehmer  Leichtigkeit und ehe ich mich versah wollte mein Körper mehr und mehr. Es kamen immer mehr winzigste Impulse hinzu. Durch meine Aufräumaktion hier zu Hause war ich auch so sehr aktiv und viel draussen und unterwegs. Manchmal kam ich hundemüde nach Hause und der Körper gab den Impuls auf den Fahrradergometer und wenn auch nur für 10 Umdrehungen. Mehr und mehr traue ich mich in den letzten Wochen den Impulsen zu vertrauen. Ich begann Übungen für die Zehen hinzuzufügen und viel mehr barfuß zu laufen. Etwas was ich seid meinem Fersensporn nicht mehr gemacht habe, das ist fast 10 Jahre her. Seid 10 Jahren nur noch Turnschuhe mit Gelsohle.

Etwa 14 Tage nach dem Physiotermin,  ich saß  auf der Couch und macht ganz bewusst die Übungen und da bemerkte ich, dass meine Füsse so heiß waren vom üben und ich schaute meinen Füssen bei der Bewegung mal zu. Ich konnte kaum glauben was ich das sah. Meine Füsse waren unglaublich beweglich geworden. Ich habe mich  darüber gefreut, so sehr das mir die Tränen über das Gesicht liefen. Dabei bin ich keinem Muss gefolgt sondern nur den Impulsen. Der Körper will sich bewegen und ich bin alles andere als faul und bequem. Aber der Körper will halt, wie er es will und das was möglich ist. Ich muss ihm nur vertrauen. Ohne den Bewegungsimpulsen zu folgen hätte ich entweder zuviel gemacht oder garnichts, sondern vielleicht weiter nur darüber nachgedacht und gedacht durch das darüber nachdenken hätte ich mich schon bewegt.

Heute Nachmittag habe ich ein paar Runden auf dem Fahrradergometer gedreht und dabei Meeresrauschen  auf CD laufen lassen, die Augen geschlossen  und mir vorgestellt ich fahre am Meer mit dem Fahrrad. Das ist einer meiner Träume – Fahrradrour auf einer Insel immer am Strand entlang – immer das Meer dabei im Blick, den Geruch des Meeres in der Nase, den Wind auf der Haut spüren und die Lippen schmecken nach einem Hauch von Salz.

Mein Freund R. sagte neulich mal zu mir, dass  wir uns selber lernen zu vertrauen, wenn wir bei kleinen Dingen begreifen, dass wir sie können. Dann beginnen wir uns zu vertrauen, das wir das können. Dieses Vertrauen selbst in die kleinsten Dinge, hilft uns die kleinen Dinge die wir können – zu steigern und so gewinnen wir mehr und mehr das Vertrauen in uns selbst, weil wir auf unser eigenes Vertrauen aufgebaut haben. Diese Vertrauen kann dann auch nicht mehr so schnell zu Fall gebracht werden – ist sozusagen unumstösslich. Wie recht er hat.

Liebe Claudia, vielen Dank für Deinen Kommentar, der mich inspiriert hat. Das Du Deine Erfahrung hier geteilt hast, tat sehr gut. Ich bemerke auch wie viel mehr Energie ich habe, wenn ich meinen Impulsen folge. Soviel mehr Energie für die anderen Dinge, die ja auch getan werden müssen, wie zum Beispiel die Hausarbeit etc. Ich habe in meinem Leben so unglaublich viel zum Thema Bewegung gelernt und trotzdem keine Freude dabei empfunden und all das hat nicht ausgereicht, um Bewegung dauerhaft ins Leben zu integrieren. Aber dem Bewegungsimpuls zu folgen – und sei es nur für ein paar Momente, ein paar Minuten  schafft in 6 Woche mehr als das ganze kopfverstandene Wissen, der ganze Druck und jedes Muss von vielen Jahren. Liebe CK auch Dir hier ein riesiges Dankeschön, Du machst das so toll – keiner schafft es so wie Du  die Lust und Sehnsucht an Bewegung in mir zu wecken und mir zu zeigen, was ich alles kann.

 

Lebenslust sprüht…

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Das Bild zeigt mein neu gestaltetes Glasboard. Ich kann zwar gerade nicht ans Meer fahren, also habe ich mir das Gefühl des Meeres nach Hause geholt. Ein Teil meiner Aufräumaktion

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Gestern habe ich die Mittagspause draussen verbracht und es war so ein kalter Wind, aber ich konnte einfach nicht rein gehen, wie schön auch frieren sein kann. Nachdem ich seid Freitagmittag, wegen der grossen Hitze keinen Schritt mehr vor die Tür gemacht haben, brauchte ich gestern unbedingt die Mittagspause im Freien.

Ich genoss es zu frieren. Ich genoss es zu frieren, noch ein paar Wochen später und ich sage es nicht mehr so leicht. Naja gestern jeden falls kam die Lebenslust und die Lebensgeister voll und ganz zurück. Ich konnte richtig spüren, wie ausgebremst ich durch die Hitze bin. Es waren auch direkt jede Menge Impulse aktiv. Nach einem sehr langen Arbeitstag kam ich in meine sehr erfrischende Wohnung und ich hatte unbändige Lust auf aufräumen. Wirklich kein Muss, sondern ein Wille – eine Lust auf Aufräumen. Es tat unglaublich gut und ging mir fließend von der Hand. Ich war am Wochenende einfach nicht in der Lage aufzuräumen. Es tat so unglaublich gut wieder alles in Ordnung zu wissen.

Nachdem Putzen und Aufräumen hatte ich sogar noch Lust mich weiterzubewegen und machte noch ein paar Runden auf dem Fahrradergometer und ein paar Übungen auf dem Gymnastikball. Insgesamt nicht mehr als vielleicht 5 Minuten. Aber ausreichend um dem Bewegungsimpuls gefolgt zu sein und mehr als genug nach einem langen Arbeitstag.

Nachdem ich mir vor etwas 8 Wochen vorgenommen habe meinen Tempel zu heiligen, habe ich die ganzen Wochen dazu genutzt mich von Dingen zu trennen und Dinge zu gestalten und Dinge im Aussen in Ordnung zu bringen. Das hat mich unglaublich bereichert. Auf eine Art und Weise, die ich noch nicht ganz erklären kann, habe ich mehr Zeit für mich dadurch gefunden und habe mehr den Blick auf mich wenden können. Der Weg zu dem altindischen Tempel ist frei. Endlich. Es ist als, wenn das Chaos im Aussen mein Chaos im Innen spiegelte. Wenn ich von Chaos spreche, weiß ich das Andere meine Wohnung durchaus nicht als Chaos empfanden, aber für mich war es ein Chaos. Ich konnte einfach vorher nicht mehr unterscheiden, wo brauche ich eine bestimmte Ordnung und wo machte ich es nur, weil man es so macht. Ich habe bestimmt an die 50 Müllbeutel ausgemistet. Ich weiß nicht wo ich das alles her hatte, den bei mir stand nie viel rum und ein Messie war ich schon garnicht. Aber ich habe Sachen aussortiert aus denen ich entwachsen war und Sachen die ich einfach nicht mehr brauchte.

Am Wochenende hatte ich eine Art Angst, dass alles vorbei ist, wenn ich mal zwei Tage nicht aufräume. Da gabs so eine Stimme in mir, die mir das immer wieder versuchte einzureden. Gestern merkte ich dem ist nicht so.

Wenn ich jetzt in mich hineinfühle und fühle wie der altindische Tempel ist, dann spüre  ich der Weg zum Tempel ist frei, die Lianen halten den Tempel nicht mehr gefangen, die Affenhorde ist zwar noch da aber sie hält einen Abstand zu dem Menschen der da den Tempel renovieren, restaurieren will. Immer wieder kommen ein paar neugierige Affen und kreischen und machen Theater und klauen Werkzeug und Zeit und trotzdem ist der Restaurator anwesend und hat endlich anfangen können, dass Gebäude zu betrachten und zu schauen, was getan werden muss um den Tempel wieder herzurichten und damit erhalten zu können.

Daher kommen auch die ganzen Impulse in mir. Wenn ich den Impulsen folge, dann ist es eine erfüllte Zeit und ich bin zufrieden mit dem Tag und innerlich erfüllt. Ich werde jetzt noch ein paar Runden auf dem Ergometer drehen, bevor ich frühstücke und zur Arbeit muss.

Gerade sprühe ich nur so vor Lebenslust… und das Gefühl finde ich wunderschön … und ist mir nicht so sehr vertraut, aber daran könnte ich mich gewöhnen.

 

 

Hitze

Puh,oh man war das eine Hitze in der letzen Zeit. Ich bin hundemüde, in   den Nächten war an Schlaf kaum zu denken und Tagsüber konnte ich kaum wach bleiben, so sehr dämpft mich die Hitze ab. Ich habe eine Dachwohnung mit vielen Fenstern und hauptsächlich Jalousinen zum Abdunkeln.

Die Hitze macht mir extrem zu schaffen. Ich fühle mich dann immer wie in einem Dilierium. Hinzu kommt, dass mich das extrem helle Licht unglaublich stresst. Ich habmal gelesen, dass der Monat mit der höchsten Selbstmordrate der August ist, wegen der Hitze und dem grellen Licht. Ich kann mir das sehr gut vorstellen. Mich macht es auch ganz aggressiv, wenn ich dann keine Möglichkeit habe mich zurück zu ziehen. Wenn ich dann doch mal unterwegs bin bzw. sein muss, merke ich auch immer wieder wie aggressiv die Menschen dann sind.

Interessant fand ich gestern, sobald das erste Gewitter etwas Abkühlung brachte, konnte ich sofort Bewegungsimpulse wahrnehmen. Denen bin ich dann auch gefolgt. Es war sofort so, dass die Lebensgeister geweckt wurden.Ich habe unglaublich viel getrunken um es für mich so erträglicher zu machen. Ich bin dem ganzen Wochenende meinen Impulsen gefolgt. War ich müde, schlief ich und wollte ich Bewegung, machte ich dies ebenfalls und passte dies dem extrem langsamen Tempo an.

Was macht ihr, wenn es so heiß ist? Macht ihr dann was ihr und Euer Körper braucht? Passt ihr das Tempo der Hitze und dem Körperempfinden an? … oder macht ihr weiter als wenn es die Hitze nicht gibt und macht weiter mit Eurer To-do -Liste, Sport und sonsitgen Aktivitäten? Ich genieße jetzt erstmal, die kleine Abkühlung heute. Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

Aprikosenkonfitüre mit Lavendel

  • 20160814_0855471,2 kg Aprikosen (1 kg entkerntes Obst)
  • 2 Biozitronen
  • 1 kg Zucker (kein Gelierzucker)
  • 1 TL getrocknete Lavendelblüten

Aprikosen waschen und entkernen und in ca. 1 cm grosse Würfel schneiden. 3 EL geriebene Zitronenschale und Saft der beiden Zitronen sowie den Zucker zu den Aprikosen geben und alles vermischen.

Die Mischung ein paar Stunden stehen lassen, damit sich Saft bilden kann und die Aromen sich gut entwickeln können. Vor dem Kochen habe ich alles fein pürriert, wer gerne Stückchen in der Konfitüre hat, pürriert es nicht fein – sondern lässt noch Stückchen übrig. Die Fruchtmasse bei  mittlerer Hitze ca. 20 Minuten kochen lassen und dann eine Gelierprobe machen. Eventuell 5-10 Minuten weiter kochen.

Lavendel unterrühren und alles schnell in Gläser abfüllen. Gläser verschließen und für 5 Minuten auf den Kopfstellen, damit sich ein Vakuum bilden kann. Gläser wieder umdrehen und abkühlen lassen. Konfitüre sollte 1 Woche durchziehen.

Tipp: Beim kochen im Topf bildet sich Schaum. Der Schaum muss unbedingt abgeschöpft werden. Wenn der Schaum mit in die Gläser abgefüllt wird, ist in der Konfitüre zuviel Luft und dies kann dann zur Schimmelbildung führen.

Als ich das Ursprungsrezept im Internet entdeckte, konnte ich mir die Kombination von Aprikose, Zitrone und Lavendel gut vorstellen. Ich hatte allerdings die Befürchtung, dass wenn zuviel Lavendel in die Konfitüre kommt, diese wie Mottenkugeln schmeckt. Das Ursprungsrezept enthielt einen Esslöffel Lavendelblüten. Und nachdem eine Freundin erzählt hatte, dass sie auch schonmal Konfitüre mit Lavendel gemacht hatte und alles anschließend weggeworfen hat, war ich sehr vorsichtig mit dem Lavendel. Ich bin froh, dass ich die Menge deutlich reduziert habe. Ich finde der Lavendel hebt den Geschmack der Aprikosen hervor und alles schmeckt sehr fein. Anfangs war es für mich sonderbar auf eine Lavendelblüte zu beißen. Inzwischen ist sie meine Lieblingsaprikosenkonfitüre.

 

Bewegungsimpulse

Am vergangenen Mittwoch, kurz bevor meine Freundin in den Urlaub fuhr, besprachen wir, was wir in der Zeit ihres Urlaubs jeweils für uns tun wollten. Ich wollte eindeutig mehr für meine Beweglichkeit machen, daß heißt nicht, dass ich Bewegung für mich erzwingen will, aber dass heißt ich will meinen Bewegungsimpulsen folgen. Bewegungsimpulse sind ja im Körper teilweise intensiv massiv spürbar. Bewegung und Sport fühlt sich allerdings mitunter wie eine Strafe an. Ganz besonders schlimm fühlt sich Sport und Bewegung an, wenn ich es tun muss. Sport machen um beweglich zu werden, um abzunehmen oder wenn man von mir erwartet, dass ich dies oder jenes an Bewegung mache. Dann ist es für mich so schrecklich, dass ich heulen könnte vor Wut, dass ich mich schon wieder bewegen muss und wehe ich spüre hinterher auch noch Schmerzen oder Muskelbrennen oder Muskelkater, dann wird es beim nächsten Mal noch viel schlimmer. Ich bin dann immer ganz baff, wie endlos steigerbar, dieses Gefühl ist.

Aber wenn ich meinem Bewegungsimpuls folge, dann ist Bewegung pure Lebenslust und dann kann ich auch die Bewegung und das anschließende Körpergefühl genießen. Dann ist für mich auch spürbar, dass mein  Körper Bewegung will und braucht. Bei allen Sportprogrammen, die ich je gemacht habe, sagte man mir, dass die Freude an Bewegung schon irgendwann kommt. Interessanter Weise kam sie aber nie. Ich konnte mir zwar eine Beweglichkeit zurückholen, aber diese Beweglichkeit nicht genießen, sondern es kam immer wieder ein Gefühl von „es ist noch nicht gut genug – es reicht noch nicht“ oder „jetzt musst du noch mehr machen“. Die Anfänge sind immer ganz besonders mühselig gewesen, immer bis zur vollkommenen Erschöpfung. Oh – und bis der Körper sich endlich mehr bewegen ließ und dann musste alles noch mehr gesteigert werden.

Aber ich habe meinen Körper immer, wirklich immer wieder beweglicher bekommen. Das tollste war in meiner Rehazeit. Ich hatte die Rehazeit wegen meiner Essstörung und ich war für 8 Wochen in einer Klinik. Danach war ich in der Lage fast 2 Stunden ohne Probleme spazieren zu gehen und es war mir möglich problemlos vom Fußboden wieder aufzustehen. Für andere eine Selbstverständlichkeit für mich ein wahres Problem – vom Fussboden wieder aufzustehen. Dann habe ich an der Sporthochschule Köln Sport gemacht und hatte einen Personaltrainer. Alles an sich ganz toll. Ich war von mir aus immer hoch motiviert und habe mich ja auch selber immer dazu angemeldet und mich gekümmert. In den letzten 6 Jahren war ich aber immer wieder krank mit massiven Erschöpfungszuständen. Angefangen mit Pfeifferschem Drüsenfieber und als ich danach wieder meine körperliche Leistungsfähigkeit steigern wollte, war ich schon nicht mehr so motiviert und hatte während des halben Jahres der Krankheit so massive Erschöpfungszustände, dass ich Sport und Bewegung absolut wegließ. Das hieß ich fing schon wieder bei Minus Null an. Dann war ich nach 1 1/2 Jahren endlich wieder so fit um meinen Alltag bewältigen zu können. Wieder versuchte ich alles um beweglich zu werden. 2 Jahre nach dem Pfeifferschen Drüsenfieber ein Burnout mit Muskelentzündungen am ganzen Körper. Schon wieder fiel alles ins Wasser. Ich wusste nicht, dass Erschöpfungszustände noch steigerbar waren, aber sie waren es. Als ich davon wieder genesen war und auch schon zeitgleich begann ich meinen Körper mehr und mehr zu spüren und was ganz besonders schlimm war, war die Erfahrung meinen Körper mit seinem ganzen Gewicht zu spüren und zu fühlen. Unerträglich. Diesen extrem schweren Körper bewegen zu müssen, eine einzige Horror. Als ich dann endlich im vorigen  Jahr begann meine Bewegungsimpulse zu spüren, brach ich meinen rechten Fuß und seit dem habe ich zwar Bewegungsimpulse aber massive Schmerzen. Körperlich geht es mir so schlecht wie nie. Jedes Aufstehen mit stechenden Schmerzen in den Knien verbunden. Alleine wenn ich zur Toilette muss bekomme ich schon fast die Krise, weil ich ja schon wieder aufstehen muss. Jeden Tag nehme ich Schmerzmittel. Ich benutze immer noch mindestens 1 Krücke beim Laufen und in der Wohnung bewege ich mich hauptsächlich auf einem Rollhocker. Mein Körper war im letzten Jahr 4 Monate komplett ohne Belastung und mein Fussbruch soll angeblich nicht so verheilt sein wie gewünscht. Ich habe dabei irgendwie jegliche Hoffnung verloren und mich seit dem nur noch als „Krüppel“ wahrgenommen. Ich hasse diesen Zustand so sehr, aber einem massiven „Muss“ will ich mich irgendwie nicht beugen und gleichzeitig weiß ich es muss was passieren. Ich bin nicht blöd und ich weiß genau was es braucht, aber das Gefühl lässt sich sich vom Verstand nicht überreden. Daher ist es so unglaublich wichtig, den Bewegungsimpulsen zu folgen. Die sind das was mich bewegen lässt und was mir Freude an Bewegung vermittelt. Gleichzeitig ist da die massive Angst vor den unglaublichen Schmerzen und ein Widerstand in mir, diese Schmerzen aushalten zu müssen und zu ertragen.

Meine Freundin erinnerte mich jeden Tag und fragte nach, ob ich meinen Bewegungsimpulsen nachgehen konnte. Ich brauchte gestern mehrere Anläufe, bis ich mich endlich auf den Fahrradergometer begab und drauf los strampelte. Ich spürte nicht einen einzigen Moment Schmerz, nicht das kleinste Bisschen Schmerz. Immer wenn ich sonst auf den Ergometer gehe, sind die ersten drei Umdrehungen bereits die Höhle.Ich meine wirklich die ersten drei Umdrehungen. Es fühlte sich dann immer an, als wenn man mir die Knie auseinander reisst. Gestern konnte ich so gut und viele Umdrehungen machen ohne Schmerz. Mir liefen die Tränen vor Rührung – ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal etwas gemacht habe und keinen Schmerz dabei verspürt habe. Wenn ich sonst vom Fahrradergometer komme, waren  meine Beine wackelig und ich konnte nicht mehr viel machen. Diesmal ging ich in den Keller, holte das Waschmittel vorab aus dem Auto. Immerhin fuhr ich es schon fast vier Wochen spazieren und traute mir mit meinen Knieschmerzen nie zu, es einfach nur so aus dem Auto zu holen und in den Keller zu bringen. Gestern tat ich es einfach so und stellt auch noch eine Waschmaschine an und als ich wieder hoch in meine Wohnung kam, ging ich nochmal auf den Fahrradergometer, einfach so. Ich bin den Impulsen gefolgt und es fühlte sich total leicht an. Ich konnte es kaum fassen. Heute hatte ich zwar ein bisschen Muskelkater, aber es belastete mich nicht. Ich bin begeistert.

In der letzten Nacht träumte ich sogar davon, einfach drauflos zu laufen ohne darüber nachzudenken. Einfach laufen. Wie oft beobachte ich Menschen dabei, wie selbstverständlich sie sich einfach bewegen. Als ich es selber auch noch konnte, aber ich es nicht als etwas besonderes wahrgenommen, aber jetzt sehe und bemerke ich die Einzigartigkeit und das Wunderbare an der Bewegungsfähigkeit. Ich sehne mich so unglaublich nach Fitness und Leichtigkeit, dass es mich alleine bei dem Gedanken daran fast zerreist. Wie oft wünschte ich, dass ich wie damals nach 8 Wochen Rehazeit einfach draufloslaufen kann.

Meine Freundin fragte mich vor einer Weile, wie ich es geschafft hätte. Ich erzählte ihr wie motiviert ich immer war und das ich aber jetzt zwar eine Art Motivation habe, aber keine Hoffnung mehr, jemals wieder Bewegung ohne Schmerz ausführen zu können. Dabei habe ich mir gestern bewiesen, dass es doch geht. Gestern war das erste Mal seid Jahren, Bewegung ohne Schmerz möglich. Dadurch spüre ich gerade so ein paar  Funken Hoffnung.

Melancholie

Nachdem ich heute Feierabend hatte, fiel ich in eine sehr melancholische Stimmung. Ich fühlte mich zutiefst berührbar und absolut einsam, verlassen und ungeliebt und auf eine seltsame Art und Weise innen unglaublich wund. Mein Gefühl, meine Gedanken und die äussere Realität waren auf scheinbar unendlich Weise miteinander verknüpft, wie eine Triangel verschweißt. So zumindest fühlte es sich an.

Ganz ganz tief in mir drin allerdings gibt es ein Wissen, dass, ja – unbeschreibbar ist und so zusagen unter den Worten liegt. Dieses Wissen weiß ganz genau, dass diese Emotion nicht die Wahrheit ist oder besser gesagt nicht mehr die Wahrheit ist. Dieses Wissen,  mit Sicherheit ein sehr weiser innerer Anteil, erkennt die Geschichte hinter diesen Emotionen, gespeist aus der Biografie. Das es eine Emotion und kein Gefühl war, erkannte ich daran, dass es über Stunden in mir kreist. Ich sprach vorhin mit einer Freundin und diese Freundin fragte mich,ob ich dieses Gefühl kenne und wie alt es ist. Ja ich kannte dieses Gefühl von früher.

Eigentlich begann alles gestern Nacht als ich wahrnahm, dass ein Anruf nicht stattgefunden hatte, auf den ich nicht warten wollte und Nachts gemerkt habe, dass ich ihn erwartet hatte und ich feststellte wie traurig ich darüber war, dass der Anruf nicht kam und ich irgendwie doch darauf gewartet hatte und mich aber die ganze Zeit mit irgend etwas beschäftigt hatte, weil ich ja nicht auf den Anruf warten wollte. … und dies auch vor mir selber überhaupt nicht zugeben wollte. Ich bin absolut nicht verärgert, dass diese Person sich nicht gemeldet hat, ich weiß ja inzwischen wie diese Person tickt und ist und wie unglaublich stressig der Alltag dieser Person mitunter sein kann.  In der Tat mag ich diese Person von Herzen gern und die Freundschaft bedeutet mir sehr viel. Nachdem ich gemerkt habe, dass ich traurig war, kullerten ein paar Tränen und ich fühlte dieses Gefühl. Danach ging es mir besser und ich schlief ein.

Den ganzen heutigen Tag über war alles wunderbar. Ich hatte einen schönen Arbeitstag und dass sage ich bestimmt nicht jeden Tag. Ich hatte gestern wie heute  gute Gespräche, bekam Lob und Anerkennung. Gestern schickte mir eine Patientin (die wusste wie gerne ich grosse Ringe mag) durch ihren Mann mehrere Ringe mit in die Praxis, die ich anprobieren und mir aussuchen sollte, welchen ich haben wollte. Heute bekam ich Lavendel von einer Patientin geschenkt, die mich gestern schon fragte, ob ich Lavendel mag. …und alles in allem waren die letzten 4 Tage wirklich richtig schön. Kein Grund zu klagen und doch dann diese Melancholie. eigentlich wollte ich noch an den Rhein fahren und fragte ein Person ob sie mitfahren wollte per SMS und ich bekam keine Antwort. Eigentlich war ich noch nichtmal überrascht und doch brachte es die Emotionsschleife zum kreisen. Unbegreiflich irgendwie, dass die Emotionsschleife ihre Kreise zieht, weil ich doch sonst alles gemacht habe, was wichtig ist und auch alles hatte, was mir am Herzen liegt. Ich hatte doch alle Gefühle gefühlt und es ist mir fast schleierhaft, woher trotzdem diese Melancholie kamm. Nun ja,  aber sie war da und ein bisschen wund bin ich noch immer.

Mein Freundin machte mit mir eine Übung.Ich atmete ein paarmal tief ein und aus und nahm wahr, wo sich diese Gefühl befand und wie sich dieses Gefühl ausdrückt. Meine Freundin sagte mir, dass bei Widerstand Verkrampfungen der gesamten Muskulatur, stattfindet. Ich atmete ein paarmal tief ein und aus. Den Atem bewusst wahrnehmen zeigt mir immer wieder, dass ich da bin, dass ich lebe. Der Atem geschieht ohne, dass ich etwas dafür tun muss und zeigt mir zugleich, dass ich bin. Mein Freundin sagte mir, dass ich mich mit meinem ganzen Bewusstsein in dieses Gefühl hinein entspannen solle und dabei beobachten, was im Körper geschieht. Interessanterweise, nahm ich wahr, dass ich die Entscheidung  treffen konnte, mich in diese Gefühl bewusst hinein zu entspannen.  Ich sackte richtiggehend in die Verkrampfung hinein. Ich konnte wahrnehmen, wie die Faszien, die Muskulatur, die Knochen und Knöchelchen verkrampft waren und es war wie eine weiche Sprengung dieser Verkrampfung als sich mein Bewusstsein in dieses Gefühl hinein entspannte. Ich fühlte weiter, wie sich das Gefühl anfühlt, wohin es geht und welche Form es annimmt, wohin es fließt und sogar über die Körpergrenzen hinaus. Ich gab diesem Gefühl Raum und ließ es sich voll und ganz entfalten. Relativ schnell nach dieser sogenannten Sprengung wandelte sich das Gefühl in mir, wie ein Strudel, der den gesamten Rumpf einnahm. Es war augenblicklich Weichheit und ganz viel Weite in mir spürbar. Ich konnte sofort freier atmen. Ich habe bei körperlicher emotionaler Verspannung oft eine Art Würgehusten. Wenn dieser vorbei ist, habe ich oft eine Art Schwindel, aber dann ist die Erleichterung auf der körperlichen Ebene für mich sofort spürbar. Ausserdem spüre ich die Erdanziehungskraft bzw. die damit verbundene Schwerkraft. Das fühlt sich für mich dann immer so an, als komme ich nach eine Weile Schwerelosigkeit im Wasser wieder aus dem Wasser. Mit jedem Schritt aus dem Wasser heraus ist die Schwerkraft mehr spürbar. So geht es mir auch meistens nach dem Würgehusten. Heute allerdings, nach der Übung eben, spüre ich ganz viel Weichheit, Zartheit und Weite in mir, mit einem Hauch Melancholie. Die Trianel ist verschwunden.  Die Emotionsschleife hat sich aufgelöst und ich kann sehen und erkennen, was die Wahrheit ist. Ein nicht erhaltenes Telefonat ist nicht mehr als ein nicht erhaltenes Telefonat ohne Schmerz. Das heute Abend niemand mit mir an den Rhein fahren wollte, ist nicht mehr als, die Person hat keine Zeit oder Lust mit mir an den Rhein zu fahren. Als die Emotionsschleife noch kreiste, da waren da so heftige Gedanken, was mache ich nur ganz alleine an Weihnachten. Dabei ist Weihnachten jetzt noch gefühlte Lichtjahre von mir entfernt, vorhin vor der Übung war Weihnachten gefühlt zum greifen nah.

Kennt ihr das? Melancholie und das ganze Drumherum, mit einem Schlag eine andere Stimmung und die Emotionen kreisen. Was macht ihr dann, wie geht ihr damit um?

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Kreativität, auch so eine Oase

Ich liebe es, wenn meine Kreativität ins Fließen gerät. Die meisten Stunden am Sonntag habe ich mit Marmelade kochen zugebracht. Ich liebe es meine Kreativität in der Küche auszulassen. Fast noch besser als in anderen Bereichen. Die Ergebnisse sind einfach schneller da für mich.

Da ich am Samstag auf dem Markt alle Zutaten für Aprikosenmarmelade eingekauft hatte, machte ich mich schon ganz früh ans Werk. An sich finde ich Aprikosen pur in Marmeladenform recht langweilig. Sie läuft eigentlich erst mit Aromen und Gewürzen zu Hochtouren auf. Da ich mich wieder nicht entscheiden konnte, welche Marmelade ich machen wollte, entschied ich mich gleich alle Rezepte zu machen, die ich rausgesucht habe.

  • Aprikose mit Vanille und einer Prise Zimt
  • Aprikose-Zitrone mit Limoncello
  • Aprikose mit Lavendel

Gelungen sind alle. Da ich beim Durchstöbern im Internet auch noch ein Rezept für Zitronenmarmelade entdeckte und noch reichlich Zitronen hatte,   machte ich diese ebenfalls. (Die Rezepte folgen noch)

  • Marmelata di limone

Marmelade kochen liebe ich. Obst und Gemüse putzen hat für mich etwas meditatives und ist ein vielseitiges, ja- ich nenn es mal auch ein sinnliches Erlebnis. Irgendwie ein Fest für alle Sinne. Ich habe kürzlich Marmeladengläser gekauft. Quadratisch, wie ein Würfel mit schwarzem Lackdeckel. Früher habe ich oft Marmeladengläser zusammengesammelt, aber gefallen hat mir das nie und die Gläser, die man in Geschäften so standardmäßig kaufen kann, finde ich einfach nur grässlich. Dann entdeckte ich durch eine Freundin im Internet ein Versandhandel für Gläser und Flaschen und dann auch mein Lieblingsglas. Wenn ich schon so etwas schönes wie Marmelade kochen mache, mag ich es mich dabei auch mit schönen Dingen zu umgeben. Alles geht eben auch nicht nur praktisch sondern auch schön. …und schön ist einfach was fürs Auge und ja, irgendwie auch fürs Herz fürs Wohlbefinden.

Ich war viele Stunden beschäftigt und es gab viel aufzuräumen, aber es war ein wunderschöner Tag. Die Kreativität floss nur so durch den Tag. Einfach nur HERRLICH. Immer wenn ich ganz im Fluss und bei mir bin, fühle ich mich ganz lebendig und irgendwie in einem inneren Frieden.