Spiegelübung

Das ist garnicht so leicht. Ich hab die Spiegelübung gemacht und dem Spiegelbild gesagt, dass ich es liebe. Gedanklich war ich bei „oh mein Gott siehst Du alt aus“ und „puh wie halte ich das aus“ und dann  schaute ich mir in die Augen und sah die Angst darin. Angst vor dem was es mit mir macht. Ich schaute weiter und dachte auf einmal, wie rot und schön die Lippen sind. Die Angst wurde weniger. Eine Sehnsucht kam hoch. Ihn sehne mich nach mehr, aber nach was mehr weiß ich leider nicht. Ich fragte, das Spiegelbild was ich jetzt für sie tun kann. Einen heißen Tee, Schminken und immer wieder bewusst atmen auch im Alltagsstress heute. Ok –  krieg ich auch zeitlich noch hin.

Was ich heute hinzufüge. Eine Flasche Wasser, 1 Stück Obst und 1 Minibewegungseinheiten während der Arbeit. Wie fühle ich mich anschließend?

Was nun?

Ich habe mir überlegt, dass ich real jeden Tag etwas hinzugeben möchte, statt mir etwas wegzunehmen.

Was ist der kleinste Schritt, um mir mehr Leben zu geben? Mit mehr Leben geben, meine ich essentielle Dinge. Was gibt mir mehr Freiheit und mehr Optionen im Leben.Was will meine Seele? Was mein Körper? Was mein Verstand? Was brauche ich um mich gut zu fühlen? Was brauche ich um mich kostbar zu fühlen? Louise Hay sagt, dass wir, wenn wir uns mehr lieben wollen, regelmässig über mindestens einen Monat lang eine Spiegelübung machen sollen und uns dabei in die Augen schauen und sagen sollen, dass wir uns lieben. Anschließend habe ich mir überlegt, will ich nachfühlen, wie es sich anfühlt im Körper und ob es dort eine Ressonanz gibt und dann mache ich mit der empfohlenen Frage weiter während ich weiter in den Spiegel schaue, was ich heute für mich tun kann. Damit fange ich morgen früh nach dem Aufwachen an.

Was wenn es immer so bleibt?

Seit ich mich mit dem Thema der eigenen Endlichkeit beschäftige und ich den Kampf mit mir aufhören möchte kommt mir immer wieder eine Frage in den Kopf  und die lautet:“Was wenn es immer so bleibt?“

Was wäre, wenn ich niemals im Leben schaffe abzunehmen, was wenn ich nie wieder beweglich werde, was wenn ich nie den Mann meines Lebens treffe, was wenn meine früher so dicken Haare immer dünner werden, was wenn ich niemals mehr Geld als gerade mal ausreichend habe, was wenn …? Ja was dann? Es fühlt sich an, als wenn ich mir dann auch gleich die Kugel geben könnte. Ha, aber das kann doch keine Option sein. Millionen Menschen leben mit dünnen oder garkeinen Haaren, es gibt zig Millionen Menschen mit Übergewicht, es gibt zig Menschen mit Behinderung,  es gibt Millionen von Menschen die noch weniger Geld haben als ich und alle leben. Die Erde dreht sich weiter.

Eine wahre Option ist es wirklich und wahrhaftig mit dem zu leben, was gerade da ist. Die Realität sieht doch mal so aus, entweder ich resigniere oder ich handel. Mir ist durch diese Frage aufgefallen, dass ich tatsächlich immer noch denke, „Wenn dann…“ Wenn ich mal wieder beweglich bin, dann…, dann kann ich tanzen, dann kann ich mehr Geld verdienen, dann nehme ich endlich ab,…dann, dann, dann habe ich mehr Auswahl an Leben, mehr Auswahl im Leben, mehr Möglichkeiten. Aber ist das wirklich so?  In Anbetracht meiner Kämpfe der Vergangenheit, hat sich aber mit dem „Wenn dann…“ nichts verändert in mir und auch nicht mit mir. An den unterschiedlichsten Stellschrauben habe ich endlos viele Jahre damit zu gebracht mich zu verändern. Neue Kleidung, mal neue Frisur, unbedingt ein neuer Nagellack, zig Diäten unter der Sonne, Sport, Drill-Drill-Drill, mein Charakter verändern, zig tausende in Parfümerien hinterlassen, mich von den Mensch zurückgezogen und versteckt und …mich gehasst – wenn nichts mehr ging.

Mehr und mehr wird mir klar, dass einzelnes schrauben an einzelnen Stellschrauben nichts bringt. Als ich mit Sehnsucht und Hunger begann, saß ich noch im Basisseminar. Es war als wäre das Seminar das letzte Teilchen was noch fehlte. Seid Jahren versuchte ich zu essen, wenn ich hungrig war und aufzuhören, wenn ich satt war und dem Körper genau das zu geben was er wollte. Aber es funktionierte nicht so leicht, wie es sich anhört und da passte das Konzept von Sehnsucht und Hunger rein. Ich bekam während dem Seminar einiges an Handwerkszeug mit auf den Weg. Es war zwar sehr viel, was es an Informationen gab, aber ich war im vollen Vertrauen. Diesmal im absoluten Vertrauen, ein Vertrauen in das Konzept und aber auch unglaublich in mich selber, wie niemals zuvor.  Erstmals vertraute ich mir, dass ich an Gewicht abnehmen würde und aus meiner Esssucht rauskommen würde und das Gewicht rasselte nur so nach unten. Ich richtete mein ganzes Leben auf Sehnsucht und Hunger aus und hatte kaum noch soziale Kontakte in der Realität, fast  nur noch Virtuell und am Telefon. Ich hatte schlichtweg keine Zeit mehr. Ich wollte auf biegen und brechen heilen und endlich gesund werden und gab dafür alles. In den 5 1/2 Jahren die ich dieses Konzept verfolgte, gab es mehr und mehr Tools, die unterstützen sollten, die mir aber mehr und mehr vermittelten, dass ich nicht gut genug war. Immer gab es nochmehr zu tun. Noch mehr üben, noch mehr Buddyarbeit, neue Übungen, Telefongruppe, Therapie, neue Buddys und noch mehr Buddyarbeit. Ich betrieb Sehnsucht und Hunger vom Wachwerden bis Abend 22-23 Uhr. Real hatte ich kaum noch Zeit um das Gelernte auch anzuwenden. Das ich „inoffiziell“ inzwischen nach der ersten Fernsehsendung auch Botschafterin für Sehnsucht und Hunger wurde, wollte ich es unbedingt auch schaffen. Immer wieder sollten auch Drehaufnahmen für einen Film auf der Homepage gemacht werden und ich habe alles gemacht und gemacht. Der Druck der auf mir inzwischen lastete war enorm. Das Gewicht stagnierte. Einerseits hörte ich , dass alles seine Zeit braucht und dann kamen  andererseits Aussagen, wie wir müssen wieder mal drehen Sabine, die Leute fragen. Es war immer wieder doppeldeutig für mich. Mehr und mehr Übungen. Ich wollte die „Vorzeigeklientin“ sein und es unbedingt schaffen. Heute weiß ich, dass das Vertrauen in mich selbst wieder total zerstört war. Zwischen dem ganzen hatte ich auch noch Pfeiffersches Drüsenfieber und Burnout, massive Erschöpfungszustände und ich vorlor dabei erneut meine inzwischen wiedermal aufgebaute körperliche Kondition. Wenn ich Übungen mit innerer Arbeit alleine machte, schlief ich jahrelang ein – nur während der Buddyarbeit schlief ich dabei nicht ein.  Ich hatte so eine Angst niemals aus meiner Essucht rauszukommen und mein Gewicht niemals zu verlieren. Immer wieder die Frage, ob ich auch genug am Essen entlanggehe. Ich ging am Essen entlang. Noch heute. Heute bin ich aus der Esssucht raus, aber das Gewicht geht nicht weiter runter. Immer wenn ich wieder gefragt wurde, ob ich auch  genug am Essen entlanggehe, sagte ich das ich das mache und das es an noch was anderem liegen müsse. Mehr und mehr fühlte ich mich als Versager. Ich war das totale Sehnsucht und Hunger Girl und ging anfangs darin total auf, bis ich merkte, dass es nicht weitergeht. Nach 5 1/2 Jahren Sehnsucht und Hunger verabschiedete ich mich von Sehnsucht und Hunger. In der Zeit danach merkte ich, dass ich das Vertrauen in mich wieder total weg hatte. Ein Mann der mich auf dem Weg begleitet hatte fragte mich mal, warum ich nicht schon viel früher damit aufgehört habe. Ich sagte, das man mir gesagt hat alles braucht Zeit. Dahinter stehe ich inzwischen mehr und mehr. Alles braucht seine Zeit, aber der Druck war zu groß und Sehnsucht und Hunger für mich irgendwann auch nur ein Konzept das es zu befolgen gilt, wie andere Programme auch. Ich stand auf einer anderen Ebene als andere Klienten. Ich sollte ja irgendwie auch beweisen, dass das Konzept funktioniert. Liebevolles Handel bei Selbsthass braucht seine Zeit und nur weil etwas liebevoll klingt, fühlt es sich aber noch lange nicht immer so an.

Ich sollte auf die Waage gehen, zwar mit liebevollen Worten – normale Klienten nicht. Ich bekam irgendwann Tipps, wie grüne Smoothies oder Banane mit Kokosfett oder auch von einer Person aus dem engeren Kreis den Tipp – ich könne alles essen ausser Kohlenhydrate. Ich hatte Angst vorm Essen, vor mir und vor der nächsten Therapiestunde und ich hatte kein Vertrauen mehr in mich – einfach futsch. Am Essen entlang zu gehen, alleine die Frage ob ich am Essen entlang gehe vermittelte mir, dass ich nicht gut genug am Essen entlang gehe. Manchmal wurde mir gesagt, dass man mir nicht glaubt, dass ich am Essen entlang gehe. Die Doppelsignale verwirrten mich mehr und mehr – ich vertraute mir nicht mehr darin es zu schaffen. was ich aber definitiv in den 5 1/2 Jahren geschafft habe waren über 60 Kg Gewicht verlieren und meinen Gefühlen mehr und mehr zu vertrauen. Das Gewicht habe ich in der Zeit verloren wenn ich mir vertraute, sobald das eigene Vertrauen sank stoppte das Gewicht. Ich bin bei mir und in mir gut angekommen und die Essucht ist aufgelöst, das habe ich wirklich geschafft. Ich spüre sehr genau was ich wahrnehme und wenn eine Klarheit in mir ist, dann weiß ich wo ich stehe. in den 5 1/2 Jahren ging es mir körperlich immer schlechter. Ich fühlte zwar mehr und mehr und hinterfragte mich und den Rest der Welt und kann mich auch super reflektieren, aber wirkliche Ressourcen gab es nicht

Ich denke, dass der Körper sich sehr gut selbstheilen kann. So wie bei einer Schnittwund oder einer Hautverletzung. Wenn wir die Wunden in Ruhe heilen lassen dann heilt alles relativ schnell, wenn wir aber im wieder an der Haut rummanipulieren heilt es nicht gut oder kann im schlimmsten Fall entarten. Wie soll im übertragenen Sinn der Körper heilen, wenn ich ihm immer wieder sage, dass er dieses oder jenes nicht kann. Ich wollte unbedingt die Kontrolle haben und wie gesagt eine gute Klientin sein. Ich wollte das mein Körper mitmacht. Ich wollte die innere Körperarbeit super machen und ich wollte nicht dabei einschlafen. Ich wollte wirklich nur bei Hunger essen. Ich erforschte meinen Magen fast excessiv und bezweifelte jedesmal ob es auch  wirklich körperlicher Hunger ist und vertraute mir erst, wenn ich vollkommen ausgehungert war. Bin ich auch ja am Essen entlang – habe ich wirklich Hunger – bin ich auch wirklich gut zu mir – habe ich meine Übungen gemacht und bin ich dabei auch nicht eingeschlafen – habe ich die Buddyarbeit gemacht – bin ich auch ja überall pünktlich – habe ich auch ja alles im Blick. Jetzt bin ich 1 1/2 Jahre weg von dem Konzept – jetzt bin ich sehr bei mir und ohne den Druck kann ich entlich die Übungen machen, die ich für sinnvoll erachte und das gute ist ich schlafe auch nicht mehr ein. Das was bei anderen Konzepten das Einhalten von Plänen ist, war nun die Kontrolle behalten. Nichtdestotrotz habe ich auch viel gelernt.

Ich glaube das Leben zeigte mir auch, dass ich eigentlich alles habe was ich brauche. Ich gewinne mehr und mehr das Vertrauen in mich und merke wo man mir was vorgemacht und versprochen hat. Eigentlich muss ich eigentlich nur mir vertrauen. Nur funktioniert das nicht mal eben so auf Knopfdruck.

Ich habe meiner Therapeutin damals gesagt, dass es nicht ausreicht nur am Essen entlang zu gehen, sondern das da noch andere körperliche Komponenten mitspielen. z. B. merke ich wenn ich im Stressmodus sehr angespannt bin, wie der Körper nicht nur die Muskulatur anspannt sondern auch Bindegewebe, Faszien etc.  z. B. habe ich dann massive Wassereinlagerungen in den Beinen und da hilft keine Entwässerungstablette oder Kompressionsstrümpfe etwas. Im Stressmodus bringt auch eine Sportübung nichts, es verändert sich einfach nichts. Im entspannten, bewussten Modus verändert sich unglaublich viel von heute auf Morgen – im bewussten, entspannten Zustand sind Bewegungen ein liebevoller Akt und kein Punkt auf einer Todo-Liste. Verletzungen heilen auch z. B. bei mir schlechter, wenn ich mir Sorgen darum mache. Neulich hatte ich einen massiv entzündeten Pickel mitten auf der Nasenspitze. Immer wieder musste ich Eiter ablassen und ich hatte Angst, bekam aber keinen Termin beim Arzt – ich rief alle Dermatologen in der Umgebung an, versuchte alles mit Betaisodona und Abszeßsalbe. Ich wusste Pickel ausdrücken oberhalb der Oberlippe kann Hirnhautentzündungen und Hirnabszesse auslösen und es gab auch jede Menge Menschen die mir auch noch immer damit Angst machten. Drei Wochen dauerte das Ganze, bis mein Chef mir dabei half. Nach drei Tagen immer wieder den Abszeß aufmachen, war das Übel gefunden – ein Haar das  vom inneren der Nase nach Aussen gewachsen ist. Nicht nur, das sich anschließend kein Eiter mehr gebildet hatte, innerhalb von vier Tagen, war die Wunde komplett geschlossen und jetzt ist da nur noch eine kleine Narbe. 

Mit dem Bespiel will ich sagen, vierzig Jahre versuche ich meinen Körper  mit Diäten, Ernährungsumstellungen,Sport, Akupunktur, Hypnose, Therapien, Hinterfragungen, am Essen entlanggehen etc. zu verändern – aber ohne mich und ohne Vertrauen in mich läuft nichts, garnichts. Aber wie gesagt, Vertrauen erfolgt nicht auf Knopfdruck.

Eine Frau fragte mich mal, was ich getan habe um soviel abzunehmen. Sie würde alles an Tools machen, aber nicht abnehmen. Es geht nicht um die Tools liebe S. es geht um das Vertrauen in Dich. In einer Studie habe ich gelesen, das Menschen die sich Sorgen um ihr Gewicht machen, schon fast vom „anschauen“ eines Stück Kuchens zunehmen und andere die sich keine Gedanken darum machen, zu zunehmen Kuchen essen ohne zuzunehmen. Jeder Stress löst im Körper die Hormonausschüttung Cortisol aus und dieses Hormon verhindert den Fettabbau und schüttet zusätzlich noch Insulin aus, was bei Diabetikern zusätzlich noch einen höheren Zuckerspiegel im Blut auslöst. Also eine Kette von Reaktionen im Körper. Wie also soll der Körper mit allem zurechtkommen, wenn wir uns dauernd Sorgen und Gedanken um das Gewicht machen?

Die Ausbilderin meiner Freundin Candida hat neulich etwas interessantes zu meiner Freundin gesagt. Das die Menschen eigentlich immer mit dem annähernd gleichen Gewicht durchs Leben gehen. (Plusminus ein paar Kilos). Ich habe viel darüber nachgedacht und es stimmt. Die die Übergewicht haben, versuchen oft immer wieder mit Diäten alles in den Griff zu kriegen, die Menschen die viel abgenommen haben – nehmen relativ schnell wieder zu, die die dünn sind – können meistens essen was sie wollen. Es gibt irgend wann oder irgendwie einen Zeitpunkt, an dem man ein Gewicht hat und es bleibt. Oft ist mir aufgefallen, das Menschen im Alter nochmal an Gewicht verlieren. Woran das wohl liegt? Vielleicht haben sie auch irgendwann aufgehört sich Sorgen zu machen, wie sie aussehen oder wirken.

Was also, wenn es immer so bleibt? Was dann?

 

 

 

Stress

Der pure Stress – Anspannung im ganzen Körper. Die Muskeln sind heiß wie beim Extremsport.

Alles ist hart und ich fühle mich nicht kostbar. Ich atme ein und aus, ganz bewusst. Ich bewege mich, dehne meine Muskulatur. Atme weiter, fühle meine Füsse, reibe die Augen und meine Hände streichen anschließend über das Gesicht – es kehrt Sanftheit zu mir zurück. Ich dehne weiter. Mache ein paar Übungen mit dem Oberkörper – öffne den Brustraum und strecke meine Arme in alle Himmelsrichtungen aus und nehme Raum  ein.

Bin deutlich ruhiger. Nicht die Ruhe sondern bewegte Stille verändert den Moment. Mittagessen – ein Burger im Garten gegessen. Kein Suchtessen, deutlich eine Ressource. Ich habe mir vorher erlaubt einen Burger zu kaufen. Ein paar Bissen und ich hab genug. Wie befreiend, eine Erlaubnis schafft Befriedung. Ich atme während ich schreibe. In mir ist es friedlich – kein Kampf mehr zu spüre.

 

 

Wohlfühlen trotz …

Heute war das Wohlfühlen nicht so einfach. Gestern hatte ich ein Gespräch mit meiner Freundin Candida über das Wohlfühlen und die Kampfaufgabe gegen meinen Körper. Ich sagte ihr, dass ich mich einfach nur mal wieder richtig wohlfühlen will unabhängig von dem was passiert ist, egal ob dick und dünn und ob krank oder verletzt, egal ob heiß oder kalt. Ich möchte mich einfach mal wieder wohlfühlen in meine Haut. Wenn ich könnte würde ich es erzwingen, aber es lässt sich ja leider nicht erzwingen.

Gestern habe ich von einer Frau, die mir nahe steht und die ich schon viele Jahre kenne erfahren, dass sie im Krankenhaus liegt und Krebs hat. Das geht mir nicht aus dem Kopf und geht mir sehr nahe. und ich habe gestern und heute immer mal wieder geweint. Es berührt mich wie schnell das Leben vorbei sein kann und wie sehr wir uns doch oft sorgen. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es wirklich ist, jeden Tag den wir leben in vollen Zügen zu genießen.

Heute Nachmittag hatte ich frei und hab mich einfach mal nur um mich selbst gekümmert.Das tat richtig gut. Obwohl ich gerade keine Lust auf kochen hatte, habe ich gerade noch etwas leckeres gekocht. In der Regel grase ich mich bei spätem Hunger durch den Kühlschrank…. diesmal aber dank meiner Challange nicht. Ich hatte noch eine kleine Menge Nudeln im Kühlschrank und habe daraus ein leckeres Abendessen gezaubert.

Gebratene Nudeln mit Thunfisch…

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Gebratene Nudeln mit Thunfisch

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  1. Kleine Dose Thunfisch in Olivenöl (Abtropfgewicht ca 50g)
  2. 1 kleine Knoblauchzehe gerieben oder feingehackt
  3. eine kleine trocken Chillischote
  4. 1 EL Paniermehl (selbstgemacht oder vom Bäcker)
  5. Basilikum
  6. Salz und schwarzer Pfeffer
  7. sowie eine Portion gekochte Nudeln (Rest)
  8. Zitrone

Ich geb das Olivenöl vom Thunfisch in die Pfanne und röste darin das Paniermehl, Knoblauch und Chillischote an. Anschließend gebe ich den zerpflückten Thunfisch und die gekochten Nudeln dazu und brate alles in dem gewürzten Öl nach eigenem Geschmack an,  würze mit Salz und schwarzem Pfeffer und reibe etwas Zitronenschale darüber und dann noch ein Spritzer Zitronensaft. Nachdem ich alles kurz unterrühre gebe ich es direkt auf den Teller und geb dann noch das grob gehackte Basilikum drüber und dann kann das Essen auch schon genossen werden.

Guten Appetit.

 

Warmherzig

Es ist jetzt kurz nach 7 Uhr. Als ich das erste Mal um 5 Uhr wach wurde, war es wie immer – Welt lass  mich doch einfach in Ruhe. Ich schlief gereizt wieder ein. Kurz nach halb sechs wurde ich wieder wach. Irgendwie war da was, als hätte ich was vergessen. Die Sonne scheint schon wieder durch die Wohnung und das nervte mich total. Was hatte ich nur vergessen? Ich kam einfach nicht drauf. Was wollte ich denn nochmal machen? Dann ein „ach ja“. Ich wollte mich behandeln als wäre ich das Kostbarste für mich. Was brauchte ich den so früh am Morgen um das zu fühlen?Ich nahm ein paar tiefe Atemzüge und bewegte mich ein wenig. Nur ein klitzekleines bisschen um den Schlaf zu vertreiben. Ich wackelte mit den Zehen, dann machte ich die Venenpumpe. Fuss ranziehen anderen strecken und nochmal und nochmal und…dann spürte ich es – ich wollte aufstehen. Die Lebendigkeit konnte ich in der gesamten Brustregion spüren. Ich wollte aufstehen. Wann hab ich dies  das letzte Mal gespürt – es ist ewig her. Dabei habe ich auch noch Angst vor der Hitze die mich heute erwartet. Ich mag keinen Sommer. Es ist mir ständig zu heiß und die Schwüle hier im Rheinland schier unerträglich und doch heute wollte ich aufstehen. Ich nahm mir Zeit im Badezimmer und hatte ausreichend Zeit für alles was ich machen wollte. Ich sah dem Tee beim Ziehen zu, bereitete mein Essen für Mittags und das Frühstück zu und hatte jetzt sogar noch Zeit zu schreiben. Zeit für mich – so lange ersehnt und gerade erreicht. Mich durchflutet ein so warmherziges Gefühl für mich selber. Das tut sehr gut.

Kostbar

Ich habe lange nicht geschrieben. Ich war einfach nicht mehr motiviert so weiterzumachen, wie bisher. Ich wollte und ich konnte erst wieder anfangen zu schreiben, als  sich in meinem Kopf eine Idee kreirt hatte und sich diese mehr und mehr entwickelte.

Immer wieder stellte sich mir die Frage, wie lange das System noch so weitergehen soll wie bisher. Jemand sagt mir, wie es geht und ich gebe alles um es zu erreichen, aber in mir drin habe ich doch das Vertrauen verloren. Ich habe das Vertrauen in mich verloren und darin etwas erreichen zu können.  Ich habe am Anfang meiner Sehnsucht und Hunger Zeit ziemlich schnell und ziemlich viel abgenommen. dann stockte es und danach ging es nur noch sehr langsam abwärts mit meinem Gewicht. Die Schuldfrage möchte ich hier mal ganz bewusst ausser Acht lassen. In den letzten Wochen bin ich sehr mit meiner eigenen Endlichkeit konfrontiert worden. Davon werde ich in den nächsten Wochen noch mehr erzählen und definitiv auch noch näher drauf eingehen. Erst einmal ist wichtig zu erwähnen, dass ich fast 52 Jahre alt bin und seid meinem 12 oder 13 Lebensjahr immer wieder auf Diät stand. Fortwährend und immerzu ein innerer Kampf. Das heißt mehr oder weniger, dass ich 3/4 meines Lebens versucht habe mich richtig zu machen. Richtig zu gestalten und zu formen, Eigenschaften zu entwickeln und mich so zu recht zu machen, wie andere mich haben wollen. Ja eigentlich habe ich 40 Jahre versucht mich so zu backen, dass ich passe. Das ich als Tochter, Schwester, Freundin, Frau und Angestellte ins System passe. Ich passe bis auf meinen Körper sehr gut ins System, aber mir selber gefiel ich lange überhaupt nicht mehr.

Stefan Frähdrich sprach neulich in einem Video auf Facebook darüber, wie sehr er hasst, wenn Menschen im Leben rumeiern. Er sprach vom rumeiern mit Anderen und die dadurch entstandenen Unzuverlässigkeit. Ich selber bin im Aussen sehr zuverlässig und akkurat. Aber mit mir selber überhaupt nicht. Mir selber gegenüber bin ich zwar in den letzten Jahren loyaler geworden, aber mich zu lieben und zu akzeptieren mit allem was ich bin, na davon bin ich noch weit entfernt. In Anbetracht dessen, dass ich mich selber immer noch nicht liebe, mein Körper immer noch jenseits von jeglichen gesellschaftlichen Normen ist, habe ich mich entschieden mit dem Wahnsinn das täglichen Kampfes gegen mich selber endlich aufzuhören. Ich kann und ich will nicht mehr so weitermachen. Meine Lebensqualität und die Liebe zum Leben und mir hat sich nicht wirklich verändert auch nicht mit bisher über 60 kg Gewichtsverlust. Die die mich nicht kennen, lasst Euch gesagt sein, ich habe immer noch mehr Gewicht auf der Waage als viele Andere, deutlich mehr Gewicht.

Konfrontiert mit meiner Endlichkeit – meinen Mutter wurde nur 55 Jahre alt (Krankheit mit einem Gendefekt und  mein Vater wurde nur 61 Jahre alt) – wenn ich mich also frage, wie alt ich wohl werde, stehen meine Chancen wahrscheinlich nicht so gut 90 Jahre alt zu werden. Ok, in Anbetracht meiner zu erwartenden Rente, wahrscheinlich auch besser so, aber wenn ich mir vorstelle, wie relativ jung meine Eltern gestorben sind und beide geraucht haben( nachja das mache ich zwar nicht, aber als Ausgleich in dem Vergleich habe ich starkes Übergewichtes und aufgrund meines Alters  🙂 )gehe ich davon aus, dass ich die meiste Zeit meines Lebens hinter mir habe. …und die Zeit die ich gelebt habe, habe ich mit vorwährendem Kampf gegen mich und meinen Körper verbracht. Ich möchte das damit Schluss ist , dass will ich definitiv nicht mehr.

Aber wie komme ich zu Selbstliebe, Selbstakzeptanz und Wohlgefühl und was passiert mit meinem Körper, wenn ich mit dem Kampf aufhöre? Was ist, wenn ich nie wieder in meinem Leben dünn werde, was dann? Werde ich mich weiterhin vor den Menschen, der Gesellschaft, dem Leben verstecken? Das ist kann doch auch keine Option sein. Wie gewinne ich Vertrauen in mich und wie kann ich mir beweisen, dass das Leben nicht vergebens war und ist

Fühle ich mich kostbar und wenn nicht, was würde ich  machen, wenn ich das kostbarste für mich auf der Welt wäre? Was dann?

Ich habe beschlossen eine Art Challange mit mir zu machen. Der Zeitraum – keine Ahnung wie lange der Weg geht, aber ich würde sagen ich starte mal mit 3 Monaten. Beginn heute. Die „letzte“ Zeit meines Lebens soll die tollste Zeit meines Lebens werden. Das ist das Ziel. Ich möchte schauen, was noch möglich ist und wie ich es wuppen kann. Vielleicht mögt ihr mich dabei begleiten und Euch mit mir austauschen. Ich bin gespannt und freue mich sehr darauf, aber ich habe auch riesen Angst.

Der Weg nach Innen ganz schön steinig

Louise Hay sagt, wenn es viele Baustellen im Leben gibt, die geheilt werden müssen oder geheilt werde wollen, ist das was sie empfiehlt  die Selbstliebe. Durch die Selbstliebe kann alles geheilt werden. …aber sie sagt auch, dass wenn wir den Weg der Selbstliebe gehen, es passieren kann, dass etwas in uns verhindern will, diesen Weg zu gehen.Sie erklärte, dass es sein kann, dass wir einfach immer nur verhindert sein können, den Weg für uns zu gehen, gleichzeitig können aber auch immer wieder Krankheiten, Unwohlsein den Weg kreuzen. Es sei aber auch wichtig, zu erkennen, dass das was wir tun um zur Selbstliebe zu gelangen bereits in uns fruchtet, sonst käme kein Widerstand eines inneren Systems. Sie sagt auch, dass es wichtig sei trotzdem den Weg weiter zu gehen.

Mein Weg nach innen war in den letzten Monaten seid meinem letzten Eintrag massiv steinig. Immer wieder Krankenheiten, Wehwechen und körperliche Wunden und Verletzungen. Ich hatte Pickel am Arm die über Wochen massiv und großflächig entzündet waren und ich stand vor einer Operation damit, dann kochte ich Marmelade und zog mir massive Verbrennungen zu an Bauch, Oberschenkel und Arm zu, weil Marmelade über mich lief als die Gläser mit kochendheißem Inhalt  befüllen wollte. Hatte mehrmals Hämatome in den Knien nachdem ich mich überlastet hatte. Kaum war das eine zu Ende, kam das nächste. Immer wieder bestand ich nur aus körperlichen Schmerzen und aus massiven Erschöpfungszuständen. Ich ging meinen Weg aber weiter. Ich mache die Meditation zur Selbstheilung und Richtung Selbstliebe weiter. Ich spüre auch immer mehr Funken von Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Ich wusste oft nicht was ich hier hätte darüber schreiben sollen. Meine innere Führung zeigt mir eigentlich immer genau an, wann ich was schrieben soll und ich folge dem auch, aber es kam nichts. Heute beim Aufwachen, wusste ich genau, dass es wieder Zeit ist zu schreiben.

Ich wünsche Euch von Herzen  ein glückliches,gutes und erfolgreiches Neues Jahr, indem Ihr Euch so richtig wohlfühlt und Eure Sehnsüchte Euch leiten mögen und Euch zeigen wohin Ihr gehen mögt in diesem Jahr.