Mmmh…ein schöner Tag

Trotz der Hitze und der anfänglich  schlechten Laune heute Morgen wurde es doch noch ein richtig schöner Tag. Die Arbeit ging mir gut von der Hand. Heute Mittag hatte ich erst Physiotherapie und anschließend sah ich noch kurz meine Nichte und meinen Neffen. Normalerweise verkrieche ich mich bei Hitze in meiner Wohnung, aber ich saß eben ein paar Stunden einfach nur draussen im Schatten, es wehte ein leichter Wind und ich las. Das tat so gut einfach mal so mitten an einem Wochentag stundenlang draussen zu sitzen und zu  lesen. Bei Mcdon… hatte ich mir einen Mangosmoothie geholt (statt Mittagessen) und las meinen Roman zuende. Es war einfach herrlich.

Als ich heute morgen geschrieben habe, dass ich mich bei mir selbst entschuldigt habe, klang das für mich vollkommen blöd. In der Tat habe ich dies vorher noch niemals gemacht , aber es  fühlte sich richtig gut an.  Das was es den ganzen Tag irgendwie bewirkt hat, war ein warmes Gefühl in mir. Ruhig und friedlich. Vor Jahren habe ich ein Seminar gemacht „Radikale Selbstvergebung“ nach Colin Tipping. Es hat mich damals sehr berührt, aber ich habe danach nie mehr etwas damit gemacht. Heute Morgen, war es eine spontane Reaktion und ich reagierte auf die gereizte Stimmung in mir.

Advertisements

Entschuldigung

Ich wurde heute morgen erst um 6:30 Uhr wach und hab die Spiegelübung mal eben kurz eingeschoben und war eigentlich nicht wirklich dabei präsent. Meine Zeit war mal wieder zu knapp und ich hinkte der Zeit wieder mal hinterher. Erledigte die anderen Dinge auch mal eben husch husch.
ich bin sowas von schlechtgelaunt. Ich fühle in mich rein und spüre den Anteil in mir der sagt, du hast mich versetzt und Dein Versprechen nicht gehalten und deswegen bin ich jetzt sauer!!!!!

Ich nehme mir einen Augenblick Zeit da wo ich bin. Ich atme und schaue was ich jetzt brauche. Ich entschuldige mich bei mir selbst. Oh, nach der Entschuldigung ist das Gefühl gleich viel viel leichter. Ich habe mich noch nie bei mir selbst entschuldigt. Wie leicht das Gefühl jetzt ist, noch ein Häuchelchen Traurigkeit, der Rest fühlt sich richtig gut und frei und leicht an. Na das ist ja mal ne Erfahrung. Was kann ich jetzt gutes tun? Was brauchst Du noch? Ich brauche nur gerade dieses Gefühl. Danke das Du Dich mal bei mir entschuldigt hast.

Mehr, …ich will mehr

Ich habe meine Spiegelübung gemacht und alles in mir rief “ mehr, ich will mehr“ .

Was willst Du mehr? Ich will mehr Duft, mehr Schönes, mehr Leben, mehr Frische mehr mehr mehr …mehr davon, was sich anfühlt als hätte ich Geburtstag, als hätte ich Liebe.

Puh, die Wünsche erschlagen mich fast. Ich habe gerade nach dem Fertigmachen entschieden, dass ich mich heute auch schminken möchte. Ich tupfte meine Gesicht mit Rosenwasser ab und massierte vorsichtig mein selbsthergestelltes Serum  mit einer Massage ein, die ich von einem namhaften japanischen Kosmetikhersteller vor vielen Jahren kennengelernt und schon lange nicht mehr praktiziert habe. Ich bin ganz überrascht, wie wenig Zeit es brauchte und was für ein Wohlgefühl es auslöst. Ich hatte ganz vergessen, wie schön das ist.

Sabine jetzt bloss kein Druck. Was ist der kleinste Schritt für heute, für jetzt?

Was für ein Tag …

Vorab möchte ich sagen, wie gut es heute war mehr Wasser zu trinken. Ich habe mich viel frischer gefühlt. In der Regel  trinke ich so drei bis vier Tassen schwarzen Tee um mich über den Tag irgendwie wach zu halten. Heute waren es nur zwei Tassen und das Wasser. Als frisches Obst hatte ich heute eine kleine Nektarine, gemischt mit 1/2 Mango und ein paar Stückchen Ananas und einer halben Banane – daraus habe ich einen Smoothie gemacht. Ich habe den Smoothie als Teil meines Abendessen genossen. Beim Wasser wie aber auch beim frischen Obst  konnte ich spüren, wie sehr mein Körper nach frischen Lebensmitteln lechzt. Ich hatte keine Lust den Smoothie zu machen, aber die ganze Zeit war eine Stimme in meinem Kopf die sagte „Vitalstoffe, Sabine, Vitalstoffe“. Nachdem ich das Obst zu mir genommen hatte, war eine befriedetes Gefühl in mir, so frisch und irgendwie „rein“. Es war nicht so dicht und das tat mir gut.

Heute Morgen als ich meine Spiegelübung gemacht habe, habe ich beim Aufschreiben geschummelt. Es gab etwas was noch gesagt wurde und von dem ich mir dachte, dass ich das doch nicht aufschreiben kann. Es war ein Satz da der sagte „ich möchte gut riechen“. Ich dachte mir direkt, was werden die anderen denken, wenn ich das schreiben, werden die denken, dass ich sonst stinke oder was? Ich habe den Wunsch nicht nur nicht aufgeschrieben, sondern irgendwie auch ignoriert. Ich habe kein Parfum benutzt. Irgendwie war die Zeit dafür zu knapp. Etwa eine Stunde in der Praxis, kam eine Patientin und fragte wo ich sei und kam dann zu mir und machte mir ein Geschenk. Eine Flasche Parfum. Sie sagte sie wolle es schenken, weil es mir bei ihr so gut gefallen hätten und sie mir eine Freude machen wollte. Ich war ganz berührt und nachdem die Patientin wieder gegangen war, öffnete ich die Verpackung und sprühte mir das Parfum aufs Handgelenk und es gefiel mir auch an mir wunderbar und und ich war ganz hin und weg, so  das ich mich ganz in den Duft einhüllte und den ganzen Tag immer wieder an meinem Handgelenkt schnupperte, weil es so schön war. Kurz vor der Mittagspause kam noch ein junger Mann in die Praxis und brachte mir einen Blumenstrauß mit und sagte, dass er sich mal gerne bei mir bedanken möchte, dass ich in den letzten Jahren, während seiner unterschiedlichen Wohnorte, Termin für ihn kurzfristig ermöglich hätte, genauso wie er sie gebraucht hat. Ich stand wieder da und war ganz berührt. Es fühlte sich an, als wenn ich heute Geburtstag gehabt hätte. Beim Schreiben hier und mit mir selber schummel ich bei dem Satz, dass ich gut riechen möchte und das Leben schenkt mir ein Parfum und einen duftenden Blumenstrauss. Ich bin immer noch ganz fasziniert.

Spiegelübung

Das ist garnicht so leicht. Ich hab die Spiegelübung gemacht und dem Spiegelbild gesagt, dass ich es liebe. Gedanklich war ich bei „oh mein Gott siehst Du alt aus“ und „puh wie halte ich das aus“ und dann  schaute ich mir in die Augen und sah die Angst darin. Angst vor dem was es mit mir macht. Ich schaute weiter und dachte auf einmal, wie rot und schön die Lippen sind. Die Angst wurde weniger. Eine Sehnsucht kam hoch. Ihn sehne mich nach mehr, aber nach was mehr weiß ich leider nicht. Ich fragte, das Spiegelbild was ich jetzt für sie tun kann. Einen heißen Tee, Schminken und immer wieder bewusst atmen auch im Alltagsstress heute. Ok –  krieg ich auch zeitlich noch hin.

Was ich heute hinzufüge. Eine Flasche Wasser, 1 Stück Obst und 1 Minibewegungseinheiten während der Arbeit. Wie fühle ich mich anschließend?

Was nun?

Ich habe mir überlegt, dass ich real jeden Tag etwas hinzugeben möchte, statt mir etwas wegzunehmen.

Was ist der kleinste Schritt, um mir mehr Leben zu geben? Mit mehr Leben geben, meine ich essentielle Dinge. Was gibt mir mehr Freiheit und mehr Optionen im Leben.Was will meine Seele? Was mein Körper? Was mein Verstand? Was brauche ich um mich gut zu fühlen? Was brauche ich um mich kostbar zu fühlen? Louise Hay sagt, dass wir, wenn wir uns mehr lieben wollen, regelmässig über mindestens einen Monat lang eine Spiegelübung machen sollen und uns dabei in die Augen schauen und sagen sollen, dass wir uns lieben. Anschließend habe ich mir überlegt, will ich nachfühlen, wie es sich anfühlt im Körper und ob es dort eine Ressonanz gibt und dann mache ich mit der empfohlenen Frage weiter während ich weiter in den Spiegel schaue, was ich heute für mich tun kann. Damit fange ich morgen früh nach dem Aufwachen an.

Was wenn es immer so bleibt?

Seit ich mich mit dem Thema der eigenen Endlichkeit beschäftige und ich den Kampf mit mir aufhören möchte kommt mir immer wieder eine Frage in den Kopf  und die lautet:“Was wenn es immer so bleibt?“

Was wäre, wenn ich niemals im Leben schaffe abzunehmen, was wenn ich nie wieder beweglich werde, was wenn ich nie den Mann meines Lebens treffe, was wenn meine früher so dicken Haare immer dünner werden, was wenn ich niemals mehr Geld als gerade mal ausreichend habe, was wenn …? Ja was dann? Es fühlt sich an, als wenn ich mir dann auch gleich die Kugel geben könnte. Ha, aber das kann doch keine Option sein. Millionen Menschen leben mit dünnen oder garkeinen Haaren, es gibt zig Millionen Menschen mit Übergewicht, es gibt zig Menschen mit Behinderung,  es gibt Millionen von Menschen die noch weniger Geld haben als ich und alle leben. Die Erde dreht sich weiter.

Eine wahre Option ist es wirklich und wahrhaftig mit dem zu leben, was gerade da ist. Die Realität sieht doch mal so aus, entweder ich resigniere oder ich handel. Mir ist durch diese Frage aufgefallen, dass ich tatsächlich immer noch denke, „Wenn dann…“ Wenn ich mal wieder beweglich bin, dann…, dann kann ich tanzen, dann kann ich mehr Geld verdienen, dann nehme ich endlich ab,…dann, dann, dann habe ich mehr Auswahl an Leben, mehr Auswahl im Leben, mehr Möglichkeiten. Aber ist das wirklich so?  In Anbetracht meiner Kämpfe der Vergangenheit, hat sich aber mit dem „Wenn dann…“ nichts verändert in mir und auch nicht mit mir. An den unterschiedlichsten Stellschrauben habe ich endlos viele Jahre damit zu gebracht mich zu verändern. Neue Kleidung, mal neue Frisur, unbedingt ein neuer Nagellack, zig Diäten unter der Sonne, Sport, Drill-Drill-Drill, mein Charakter verändern, zig tausende in Parfümerien hinterlassen, mich von den Mensch zurückgezogen und versteckt und …mich gehasst – wenn nichts mehr ging.

Mehr und mehr wird mir klar, dass einzelnes schrauben an einzelnen Stellschrauben nichts bringt. Als ich mit Sehnsucht und Hunger begann, saß ich noch im Basisseminar. Es war als wäre das Seminar das letzte Teilchen was noch fehlte. Seid Jahren versuchte ich zu essen, wenn ich hungrig war und aufzuhören, wenn ich satt war und dem Körper genau das zu geben was er wollte. Aber es funktionierte nicht so leicht, wie es sich anhört und da passte das Konzept von Sehnsucht und Hunger rein. Ich bekam während dem Seminar einiges an Handwerkszeug mit auf den Weg. Es war zwar sehr viel, was es an Informationen gab, aber ich war im vollen Vertrauen. Diesmal im absoluten Vertrauen, ein Vertrauen in das Konzept und aber auch unglaublich in mich selber, wie niemals zuvor.  Erstmals vertraute ich mir, dass ich an Gewicht abnehmen würde und aus meiner Esssucht rauskommen würde und das Gewicht rasselte nur so nach unten. Ich richtete mein ganzes Leben auf Sehnsucht und Hunger aus und hatte kaum noch soziale Kontakte in der Realität, fast  nur noch Virtuell und am Telefon. Ich hatte schlichtweg keine Zeit mehr. Ich wollte auf biegen und brechen heilen und endlich gesund werden und gab dafür alles. In den 5 1/2 Jahren die ich dieses Konzept verfolgte, gab es mehr und mehr Tools, die unterstützen sollten, die mir aber mehr und mehr vermittelten, dass ich nicht gut genug war. Immer gab es nochmehr zu tun. Noch mehr üben, noch mehr Buddyarbeit, neue Übungen, Telefongruppe, Therapie, neue Buddys und noch mehr Buddyarbeit. Ich betrieb Sehnsucht und Hunger vom Wachwerden bis Abend 22-23 Uhr. Real hatte ich kaum noch Zeit um das Gelernte auch anzuwenden. Das ich „inoffiziell“ inzwischen nach der ersten Fernsehsendung auch Botschafterin für Sehnsucht und Hunger wurde, wollte ich es unbedingt auch schaffen. Immer wieder sollten auch Drehaufnahmen für einen Film auf der Homepage gemacht werden und ich habe alles gemacht und gemacht. Der Druck der auf mir inzwischen lastete war enorm. Das Gewicht stagnierte. Einerseits hörte ich , dass alles seine Zeit braucht und dann kamen  andererseits Aussagen, wie wir müssen wieder mal drehen Sabine, die Leute fragen. Es war immer wieder doppeldeutig für mich. Mehr und mehr Übungen. Ich wollte die „Vorzeigeklientin“ sein und es unbedingt schaffen. Heute weiß ich, dass das Vertrauen in mich selbst wieder total zerstört war. Zwischen dem ganzen hatte ich auch noch Pfeiffersches Drüsenfieber und Burnout, massive Erschöpfungszustände und ich vorlor dabei erneut meine inzwischen wiedermal aufgebaute körperliche Kondition. Wenn ich Übungen mit innerer Arbeit alleine machte, schlief ich jahrelang ein – nur während der Buddyarbeit schlief ich dabei nicht ein.  Ich hatte so eine Angst niemals aus meiner Essucht rauszukommen und mein Gewicht niemals zu verlieren. Immer wieder die Frage, ob ich auch genug am Essen entlanggehe. Ich ging am Essen entlang. Noch heute. Heute bin ich aus der Esssucht raus, aber das Gewicht geht nicht weiter runter. Immer wenn ich wieder gefragt wurde, ob ich auch  genug am Essen entlanggehe, sagte ich das ich das mache und das es an noch was anderem liegen müsse. Mehr und mehr fühlte ich mich als Versager. Ich war das totale Sehnsucht und Hunger Girl und ging anfangs darin total auf, bis ich merkte, dass es nicht weitergeht. Nach 5 1/2 Jahren Sehnsucht und Hunger verabschiedete ich mich von Sehnsucht und Hunger. In der Zeit danach merkte ich, dass ich das Vertrauen in mich wieder total weg hatte. Ein Mann der mich auf dem Weg begleitet hatte fragte mich mal, warum ich nicht schon viel früher damit aufgehört habe. Ich sagte, das man mir gesagt hat alles braucht Zeit. Dahinter stehe ich inzwischen mehr und mehr. Alles braucht seine Zeit, aber der Druck war zu groß und Sehnsucht und Hunger für mich irgendwann auch nur ein Konzept das es zu befolgen gilt, wie andere Programme auch. Ich stand auf einer anderen Ebene als andere Klienten. Ich sollte ja irgendwie auch beweisen, dass das Konzept funktioniert. Liebevolles Handel bei Selbsthass braucht seine Zeit und nur weil etwas liebevoll klingt, fühlt es sich aber noch lange nicht immer so an.

Ich sollte auf die Waage gehen, zwar mit liebevollen Worten – normale Klienten nicht. Ich bekam irgendwann Tipps, wie grüne Smoothies oder Banane mit Kokosfett oder auch von einer Person aus dem engeren Kreis den Tipp – ich könne alles essen ausser Kohlenhydrate. Ich hatte Angst vorm Essen, vor mir und vor der nächsten Therapiestunde und ich hatte kein Vertrauen mehr in mich – einfach futsch. Am Essen entlang zu gehen, alleine die Frage ob ich am Essen entlang gehe vermittelte mir, dass ich nicht gut genug am Essen entlang gehe. Manchmal wurde mir gesagt, dass man mir nicht glaubt, dass ich am Essen entlang gehe. Die Doppelsignale verwirrten mich mehr und mehr – ich vertraute mir nicht mehr darin es zu schaffen. was ich aber definitiv in den 5 1/2 Jahren geschafft habe waren über 60 Kg Gewicht verlieren und meinen Gefühlen mehr und mehr zu vertrauen. Das Gewicht habe ich in der Zeit verloren wenn ich mir vertraute, sobald das eigene Vertrauen sank stoppte das Gewicht. Ich bin bei mir und in mir gut angekommen und die Essucht ist aufgelöst, das habe ich wirklich geschafft. Ich spüre sehr genau was ich wahrnehme und wenn eine Klarheit in mir ist, dann weiß ich wo ich stehe. in den 5 1/2 Jahren ging es mir körperlich immer schlechter. Ich fühlte zwar mehr und mehr und hinterfragte mich und den Rest der Welt und kann mich auch super reflektieren, aber wirkliche Ressourcen gab es nicht

Ich denke, dass der Körper sich sehr gut selbstheilen kann. So wie bei einer Schnittwund oder einer Hautverletzung. Wenn wir die Wunden in Ruhe heilen lassen dann heilt alles relativ schnell, wenn wir aber im wieder an der Haut rummanipulieren heilt es nicht gut oder kann im schlimmsten Fall entarten. Wie soll im übertragenen Sinn der Körper heilen, wenn ich ihm immer wieder sage, dass er dieses oder jenes nicht kann. Ich wollte unbedingt die Kontrolle haben und wie gesagt eine gute Klientin sein. Ich wollte das mein Körper mitmacht. Ich wollte die innere Körperarbeit super machen und ich wollte nicht dabei einschlafen. Ich wollte wirklich nur bei Hunger essen. Ich erforschte meinen Magen fast excessiv und bezweifelte jedesmal ob es auch  wirklich körperlicher Hunger ist und vertraute mir erst, wenn ich vollkommen ausgehungert war. Bin ich auch ja am Essen entlang – habe ich wirklich Hunger – bin ich auch wirklich gut zu mir – habe ich meine Übungen gemacht und bin ich dabei auch nicht eingeschlafen – habe ich die Buddyarbeit gemacht – bin ich auch ja überall pünktlich – habe ich auch ja alles im Blick. Jetzt bin ich 1 1/2 Jahre weg von dem Konzept – jetzt bin ich sehr bei mir und ohne den Druck kann ich entlich die Übungen machen, die ich für sinnvoll erachte und das gute ist ich schlafe auch nicht mehr ein. Das was bei anderen Konzepten das Einhalten von Plänen ist, war nun die Kontrolle behalten. Nichtdestotrotz habe ich auch viel gelernt.

Ich glaube das Leben zeigte mir auch, dass ich eigentlich alles habe was ich brauche. Ich gewinne mehr und mehr das Vertrauen in mich und merke wo man mir was vorgemacht und versprochen hat. Eigentlich muss ich eigentlich nur mir vertrauen. Nur funktioniert das nicht mal eben so auf Knopfdruck.

Ich habe meiner Therapeutin damals gesagt, dass es nicht ausreicht nur am Essen entlang zu gehen, sondern das da noch andere körperliche Komponenten mitspielen. z. B. merke ich wenn ich im Stressmodus sehr angespannt bin, wie der Körper nicht nur die Muskulatur anspannt sondern auch Bindegewebe, Faszien etc.  z. B. habe ich dann massive Wassereinlagerungen in den Beinen und da hilft keine Entwässerungstablette oder Kompressionsstrümpfe etwas. Im Stressmodus bringt auch eine Sportübung nichts, es verändert sich einfach nichts. Im entspannten, bewussten Modus verändert sich unglaublich viel von heute auf Morgen – im bewussten, entspannten Zustand sind Bewegungen ein liebevoller Akt und kein Punkt auf einer Todo-Liste. Verletzungen heilen auch z. B. bei mir schlechter, wenn ich mir Sorgen darum mache. Neulich hatte ich einen massiv entzündeten Pickel mitten auf der Nasenspitze. Immer wieder musste ich Eiter ablassen und ich hatte Angst, bekam aber keinen Termin beim Arzt – ich rief alle Dermatologen in der Umgebung an, versuchte alles mit Betaisodona und Abszeßsalbe. Ich wusste Pickel ausdrücken oberhalb der Oberlippe kann Hirnhautentzündungen und Hirnabszesse auslösen und es gab auch jede Menge Menschen die mir auch noch immer damit Angst machten. Drei Wochen dauerte das Ganze, bis mein Chef mir dabei half. Nach drei Tagen immer wieder den Abszeß aufmachen, war das Übel gefunden – ein Haar das  vom inneren der Nase nach Aussen gewachsen ist. Nicht nur, das sich anschließend kein Eiter mehr gebildet hatte, innerhalb von vier Tagen, war die Wunde komplett geschlossen und jetzt ist da nur noch eine kleine Narbe. 

Mit dem Bespiel will ich sagen, vierzig Jahre versuche ich meinen Körper  mit Diäten, Ernährungsumstellungen,Sport, Akupunktur, Hypnose, Therapien, Hinterfragungen, am Essen entlanggehen etc. zu verändern – aber ohne mich und ohne Vertrauen in mich läuft nichts, garnichts. Aber wie gesagt, Vertrauen erfolgt nicht auf Knopfdruck.

Eine Frau fragte mich mal, was ich getan habe um soviel abzunehmen. Sie würde alles an Tools machen, aber nicht abnehmen. Es geht nicht um die Tools liebe S. es geht um das Vertrauen in Dich. In einer Studie habe ich gelesen, das Menschen die sich Sorgen um ihr Gewicht machen, schon fast vom „anschauen“ eines Stück Kuchens zunehmen und andere die sich keine Gedanken darum machen, zu zunehmen Kuchen essen ohne zuzunehmen. Jeder Stress löst im Körper die Hormonausschüttung Cortisol aus und dieses Hormon verhindert den Fettabbau und schüttet zusätzlich noch Insulin aus, was bei Diabetikern zusätzlich noch einen höheren Zuckerspiegel im Blut auslöst. Also eine Kette von Reaktionen im Körper. Wie also soll der Körper mit allem zurechtkommen, wenn wir uns dauernd Sorgen und Gedanken um das Gewicht machen?

Die Ausbilderin meiner Freundin Candida hat neulich etwas interessantes zu meiner Freundin gesagt. Das die Menschen eigentlich immer mit dem annähernd gleichen Gewicht durchs Leben gehen. (Plusminus ein paar Kilos). Ich habe viel darüber nachgedacht und es stimmt. Die die Übergewicht haben, versuchen oft immer wieder mit Diäten alles in den Griff zu kriegen, die Menschen die viel abgenommen haben – nehmen relativ schnell wieder zu, die die dünn sind – können meistens essen was sie wollen. Es gibt irgend wann oder irgendwie einen Zeitpunkt, an dem man ein Gewicht hat und es bleibt. Oft ist mir aufgefallen, das Menschen im Alter nochmal an Gewicht verlieren. Woran das wohl liegt? Vielleicht haben sie auch irgendwann aufgehört sich Sorgen zu machen, wie sie aussehen oder wirken.

Was also, wenn es immer so bleibt? Was dann?

 

 

 

Stress

Der pure Stress – Anspannung im ganzen Körper. Die Muskeln sind heiß wie beim Extremsport.

Alles ist hart und ich fühle mich nicht kostbar. Ich atme ein und aus, ganz bewusst. Ich bewege mich, dehne meine Muskulatur. Atme weiter, fühle meine Füsse, reibe die Augen und meine Hände streichen anschließend über das Gesicht – es kehrt Sanftheit zu mir zurück. Ich dehne weiter. Mache ein paar Übungen mit dem Oberkörper – öffne den Brustraum und strecke meine Arme in alle Himmelsrichtungen aus und nehme Raum  ein.

Bin deutlich ruhiger. Nicht die Ruhe sondern bewegte Stille verändert den Moment. Mittagessen – ein Burger im Garten gegessen. Kein Suchtessen, deutlich eine Ressource. Ich habe mir vorher erlaubt einen Burger zu kaufen. Ein paar Bissen und ich hab genug. Wie befreiend, eine Erlaubnis schafft Befriedung. Ich atme während ich schreibe. In mir ist es friedlich – kein Kampf mehr zu spüre.

 

 

Wohlfühlen trotz …

Heute war das Wohlfühlen nicht so einfach. Gestern hatte ich ein Gespräch mit meiner Freundin Candida über das Wohlfühlen und die Kampfaufgabe gegen meinen Körper. Ich sagte ihr, dass ich mich einfach nur mal wieder richtig wohlfühlen will unabhängig von dem was passiert ist, egal ob dick und dünn und ob krank oder verletzt, egal ob heiß oder kalt. Ich möchte mich einfach mal wieder wohlfühlen in meine Haut. Wenn ich könnte würde ich es erzwingen, aber es lässt sich ja leider nicht erzwingen.

Gestern habe ich von einer Frau, die mir nahe steht und die ich schon viele Jahre kenne erfahren, dass sie im Krankenhaus liegt und Krebs hat. Das geht mir nicht aus dem Kopf und geht mir sehr nahe. und ich habe gestern und heute immer mal wieder geweint. Es berührt mich wie schnell das Leben vorbei sein kann und wie sehr wir uns doch oft sorgen. Es hat mir gezeigt, wie wichtig es wirklich ist, jeden Tag den wir leben in vollen Zügen zu genießen.

Heute Nachmittag hatte ich frei und hab mich einfach mal nur um mich selbst gekümmert.Das tat richtig gut. Obwohl ich gerade keine Lust auf kochen hatte, habe ich gerade noch etwas leckeres gekocht. In der Regel grase ich mich bei spätem Hunger durch den Kühlschrank…. diesmal aber dank meiner Challange nicht. Ich hatte noch eine kleine Menge Nudeln im Kühlschrank und habe daraus ein leckeres Abendessen gezaubert.

Gebratene Nudeln mit Thunfisch…

Bild

Gebratene Nudeln mit Thunfisch

CIMG1096

  1. Kleine Dose Thunfisch in Olivenöl (Abtropfgewicht ca 50g)
  2. 1 kleine Knoblauchzehe gerieben oder feingehackt
  3. eine kleine trocken Chillischote
  4. 1 EL Paniermehl (selbstgemacht oder vom Bäcker)
  5. Basilikum
  6. Salz und schwarzer Pfeffer
  7. sowie eine Portion gekochte Nudeln (Rest)
  8. Zitrone

Ich geb das Olivenöl vom Thunfisch in die Pfanne und röste darin das Paniermehl, Knoblauch und Chillischote an. Anschließend gebe ich den zerpflückten Thunfisch und die gekochten Nudeln dazu und brate alles in dem gewürzten Öl nach eigenem Geschmack an,  würze mit Salz und schwarzem Pfeffer und reibe etwas Zitronenschale darüber und dann noch ein Spritzer Zitronensaft. Nachdem ich alles kurz unterrühre gebe ich es direkt auf den Teller und geb dann noch das grob gehackte Basilikum drüber und dann kann das Essen auch schon genossen werden.

Guten Appetit.