Heute war ein sonderbarer Tag. Heute Morgen habe ich für meine Verhältnisse super lange geschlafen. Bis 6:30 Uhr. Meine Wohnung war eiskalt. Eiskalt und auch wieder kein heißes Wasser da. Meine Laune sank sofort auf den Nullpunkt. In den letzten 3 Wochen ist das mindestens einmal in der Woche vorgekommen. Mit schmerzenden Knien (Schmerzmittel wirken nicht so schnell) ab in den Keller (3. Stockwerke runter und wieder rauf – ist ja nicht so als hätte man morgens nicht noch andere Dinge zu tun) und auf den Entstörknopf drücken und in der Wohnung wieder angelangt ist die Heizung auch schon wieder aus. Die Prozedur dreimal wiederholt. Ich war so wütend – jeden Beteiligten an diesem Dilemma habe ich vor meinem geistigen Auge angebrüllt und in die Luft gejagt. Als ich dann in der Praxis in der ich arbeite, ankam, irgendwie ein haltloses Chaos. Nichts lief, wie es laufen sollte. Kein Satz zu Ende denken, ganz zu schweigen zu Ende reden. Nicht nur ich lief zu Hochtouren auf , meine Kollegen ebenfalls. Dauernd lief etwas schief oder ging kaputt – alles war einfach nur viel zu viel. Ich selber fühlte mich wie eine elektronische Puppe, bei der die Batterien fast leer sind. Alles lief abgehakt und unrythmisch durch den Tag und Bewegungen verliefen unkontrolliert und fast unkoordiniert. Nicht nur bei mir lief es so komisch, auch bei anderen Menschen konnte ich das heute beobachten.

Mich hat mein Eintrag von gestern  letzte Nacht in meine Träume begleitet. Alles begann damit, dass ich schon gestern Abend nicht einschlafen konnte und um 22 Uhr noch angefangen habe zu backen.  Ich war heute den  ganzen Vormittag so dicht am Wasser gebaut, dass ich schon beim Bemerken des kalten Heizung anfing zu weinen. Gerade eben einen Auberginenauflauf gemacht und diesen vollkommen ungenießbar versalzen. Ich weiß nicht, was los ist – oder weiß ich es doch. Ich glaube das mit dem Maulkorb begleitet mich noch eine Weile. Den Auflauf hab ich weggeworfen und dann strikt nach Rezept von Aurelie Bastien die Erbsensuppe  mit Minze gemacht.  Die ist wenigstens gelungen. Ich glaube es ist an der Zeit den Tag zu beenden

 

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Das Ergebnis meines nächtlichen Backwahns – ein herrliches  Brioche nach Aurelie Bastien´s Foodblog „Französisch kochen“. So lecker, damit gabs wenigstens ein schönes Frühstück. Mit von der Partie selbstgemachte Mango-Orangen- Konfitüre.  Brotbacken  ist eine neue Leidenschaft von mir geworden. Nachdem ich gestern Abend erst nicht einschlafen konnte habe ich mit Hingabe den Teig verarbeitet und habe mich so abgelenkt von meinen Gedanken. War vollkommen im hier und jetzt und konnte danach tief und fest schlafen.